Dienstag, 26. Juli 2016

72-jähriger Patient schießt auf Arzt im Berliner Benjamin-Franklin-Krankenhaus

Im Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Berlin-Steglitz hat ein Patient auf einen Arzt geschossen und ihn lebensgefährlich verletzt. Das teilte die Berliner Polizei am Dienstag über Twitter mit. Der Täter tötete sich danach offenbar selbst. Hinweise auf einen Terrorakt liegen keine vor.

Foto: © APA/AFP

Ein Angestellter im Krankenhaus berichtete, dass er und seine Kollegen von der Klinikleitung über Schüsse im Bereich der Station Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie informiert worden seien. Die Angestellten wurden von der Klinikleitung aufgefordert, in ihren Räumen zu bleiben und die Türen abzuschließen.

Die Polizei ging nicht von einem extremistischen Hintergrund aus. Es lägen „keine Hinweise auf einen Anschlag vor“, sagte eine Sprecherin der Behörde. Es seien mehrere Schüsse gefallen. Ausgerückt ist auch die Sondereinheit SEK, was allerdings „bei Schüssen ganz normal“ sei.

Bei dem Patienten handelte es sich um einen 72 Jahre alten Deutschen. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Das Opfer war 55 Jahre alt und ebenfalls Deutscher.
Nach Angaben der Polizei hatte sich der Todesschütze, der in Berlin lebte und geboren wurde, schon am Vortag im Benjamin-Franklin-Krankenhaus behandeln lassen

Das Krankenhaus im Südwesten der Hauptstadt ist einer von vier Standorten der Charite, der größten Universitätsklinik Europas. Es wurde in den 60er-Jahren errichtet und hat knapp 900 Betten. 

apa/dpa/afp

stol