Der Iran werde künftig nicht mehr in der Lage sein, die Straße von Hormuz zu blockieren, betonte Wright. Selbst ohne ein Abkommen mit dem Iran würden die USA den Ölfluss durch die Meerenge sicherstellen.<BR />Zuvor hatte auch die International Maritime Organization (IMO) mitgeteilt, dass erste Schiffe die bedeutende Meerenge passiert hätten.<BR /><BR /> Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters LSEG zeigten am Mittwoch, dass in den vergangenen zwölf Stunden mindestens zwei Schüttgutfrachter und ein Frachtschiff die Meerenge durchquert haben. Außerdem bereiten sich mindestens 35 weitere Handelsschiffe auf die Passage vor. Dies geht aus Daten von LSEG und MarineTraffic hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet wurden. Bei den Schiffen handelt es sich vor allem um Schüttgut-, Fracht- und Containerschiffe. Der Evakuierungsplan soll laut IMO Hunderten von Schiffen mit rund 11.000 im Persischen Golf festsitzenden Seeleuten die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz ermöglichen.<h3> Schiffe können zwischen zwei Korridoren wählen</h3>Die Evakuierung werde laut IMO-Angaben in enger Zusammenarbeit mit dem Iran, dem Oman und anderen Golf-Anrainerstaaten sowie den USA und der Schifffahrtsbranche umgesetzt. Demzufolge gibt es zwei Routen: Eine nördliche, die vom Iran kontrolliert wird, und eine südliche, die dem Oman und den USA untersteht. Schiffe haben demnach freie Wahl, welchen Korridor sie wählen.<BR /><BR />Die notwendigen Sicherheitsgarantien seien eingeholt worden und die Bedingungen über die Sicherheit gründlich geprüft worden. 14 Seeleute waren der IMO zufolge während des Konflikts ums Leben gekommen.<h3> Laut Trump fordert Iran keine Gebühren</h3>US-Präsident Donald Trump zufolge fordert Teheran keine Gebühren für eine Schiffspassage durch Hormuz. Der Iran habe die USA darüber informiert, dass entgegen anderslautender Berichte keine Zölle, Versicherungskosten oder sonstige Abgaben verlangt oder eingenommen würden, schrieb Trump in einem Social-Media-Beitrag. Sollte sich dies als Falschinformation herausstellen, würden die Verhandlungen sofort beendet, erklärte er weiter.<BR /><BR />Nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens verhandeln die USA und der Iran derzeit über technische Details einer endgültigen Friedensvereinbarung. Beide Seiten machten zuletzt widersprüchliche Angaben über finanzielle Anreize für die Regierung in Teheran, die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormuz und den parallelen Krieg Israels im Libanon. Trump sieht sich wegen des Abkommens in den USA Kritik ausgesetzt, auch von Hardlinern aus den Reihen seiner Republikanischen Partei.<h3> Katars Regierungschef im Oman</h3>Unterdessen reiste Katars Regierungschef Sheikh Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Mittwoch in den Oman, um Gespräche zwischen den Golfstaaten, dem Irak und dem Iran über die Straße von Hormuz in die Wege zu leiten. Die Reise nach Maskat sei unabhängig von den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter Diplomat. Außerdem sei ein separates Treffen zwischen den Golfstaaten und möglicherweise weiteren Nachbarländern sowie dem Iran in Saudi-Arabien vorgesehen, um die Beziehungen zu verbessern. Ein Datum dafür wurde nicht genannt.<BR /><BR />Der Iran hatte die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz kurz nach Beginn der Angriffe der USA und Israels blockiert. In der vergangenen Woche vereinbarten Washington und Teheran ein Rahmenabkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen und einer Wiedereröffnung der Meerenge. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen.<BR />Vorgesehen ist laut dem Rahmenabkommen, dass der Iran und der Oman Gespräche mit anderen Golfstaaten führen, um die „künftige Verwaltung und die maritimen Dienstleistungen“ der Straße von Hormuz festzulegen. Beide Länder liegen an der Meeresenge.