Freitag, 24. April 2015

74 aufgegriffene Flüchtlinge in Tirol auf freien Fuß gesetzt

Jene 74 Flüchtlinge, die am Donnerstagnachmittag in Tirol in zwei aus Italien kommenden Reisezügen aufgegriffen worden waren, sind am Freitag auf freien Fuß gesetzt worden.

Foto: © APA/DPA

Die italienischen Behörden verweigerten die Rückübernahme, nachdem bei einigen der Verdacht auf eine Krankheit festgestellt worden war, sagte die Polizei der APA und bestätigte einen Bericht von ORF Tirol.

„Die italienischen Behörden lehnten die sogenannte formlose Rückübernahme ab, weil die medizinische Behandlung noch nicht abgeschlossen war“, erklärte Polizeisprecher Stefan Eder.

Da eine „formelle Anbietung“ zur Rückübernahme, die nun gemacht werde, auch einige Wochen dauern könne, wurden die großteils aus Eritrea stammenden Flüchtlingen schließlich freigelassen.

Eine Freiheitsbeschränkung während dieses Prozederes sei rechtlich nicht möglich. Es handle sich schließlich nur um eine Verwaltungsübertretung, erklärte Eder.

Der Polizeisprecher betonte, dass die illegal eingereisten Migranten mithilfe von Dolmetschern auch über die Möglichkeit belehrt wurden, einen Asylantrag zu stellen. Dies sei jedoch von allen Flüchtlingen abgelehnt worden.

Laut ORF Tirol reisten sie nach ihrer Freilassung mit dem Zug in Richtung Deutschland weiter. Die Polizei konnte dies jedoch nicht bestätigen.

apa

stol