Sonntag, 28. Februar 2021

8 Jahre nach Pontifikatsende: Benedikt XVI. betet für Corona-Kranke

Genau 8 Jahre nach Ende seines Pontifikats ist der emeritierte Papst Benedikt XVI. körperlich gebrechlich, aber geistig sehr vital. „Er betet oft für Covid-Kranke und für diejenigen, die wegen der Pandemie Angehörige verloren haben“, sagte der Privatsekretär des früheren Kirchenoberhauptes, Erzbischof Georg Gänswein, im Interview mit dem italienischen Sender Canale 5.

Papst Benedikt XVI. am Christtag 2010.
Papst Benedikt XVI. am Christtag 2010. - Foto: © apa/epa / MAURIZIO BRAMBATTI
Der 93-jährige Ratzinger sei immer noch überzeugt, dass er 2013 den richtigen Entschluss gefasst habe.

Ob es in Zukunft zu weiteren Papst-Rücktritten kommen werde? – Gänswein: „Ich bin kein Prophet, doch die Möglichkeit des Amtsverzichts gibt es, seitdem es Päpste gibt. Es hat aber meiner Ansicht nach keinen Sinn, Vorhersagen bezüglich Papst Franziskus oder künftiger Päpste zu machen. Wenn der Amtsverzicht (...) aus gewichtigen Gründen ergriffen wird, ist dies eine natürliche und gerechte Sache.“

Am 11. Februar 2013 kündigte Benedikt XVI. während eines Konsistoriums an, mit 28. Februar 2013 „auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, zu verzichten“. Ratzinger war damals seit 8 Jahren im Amt.

Er sei „zur Gewissheit gelangt“, dass seine Kräfte infolge seines vorgerückten Alters nicht mehr geeignet seien, um in angemessener Weise den Dienst in der Nachfolge des Apostels Petrus auszuüben.

dpa