Mittwoch, 16. November 2016

80 Kilo Haschisch verkauft: Neun Männer in Innsbruck verhaftet

Nach mehrmonatigen Ermittlungen hat die Nordtiroler Polizei mehrere in Innsbruck agierende Drogendealer gefasst.

Die verdächtigen Männer sollen große Mengen Kokain aus Italien nach Innsbruck geschmuggelt haben.
Die verdächtigen Männer sollen große Mengen Kokain aus Italien nach Innsbruck geschmuggelt haben. - Foto: © APA

Die Gruppe sei der „Nordafrikanerszene“ zuzurechnen, teilte die Exekutive am Mittwoch mit. Neun der 13 Mitglieder wurden in U-Haft genommen, nach zwei Personen wurde noch gefahndet. Die Gruppierung soll von Februar bis September 2016 rund 80 Kilogramm Haschisch verkauft haben.

Die Männer im Alter von 19 bis 39 Jahren stammen aus Marokko und Algerien, eine Beschuldigte ist türkische Staatsangehörige. Der Großteil der mutmaßlichen Dealer ist laut Polizei Asylwerber. Sie befinden sich bereits seit längerer Zeit in Innsbruck und waren schon zuvor in Suchtgiftdelikte verwickelt.

Verdacht: Kokain aus Italien nach Innsbruck geschmuggelt

Bei den Festnahmen und Hausdurchsuchungen wurden 60.000 Euro Bargeld aus Drogenverkäufen, 2,3 Kilogramm Haschisch und 60 Gramm Kokain sichergestellt.

Zusätzlich zu den 80 Kilogramm Haschisch soll die Gruppe auch 1,8 Kilogramm Kokain aus Italien nach Innsbruck geschmuggelt und hier verkauft haben. Außerdem wurden der Gruppierung „Drogengeld-Transfers“ von Innsbruck nach Italien in der Höhe von mindestens 58.000 Euro nachgewiesen.

Die Nordafrikaner sollen Kokain in hoher Qualität verkauft haben. Die laut Polizeiangaben „gut organisierte“ Gruppierung war erstmals im Frühjahr 2016 in Erscheinung getreten.

Innerhalb der Gruppe seien klare Strukturen erkennbar gewesen. So war ein Teil der Mitglieder für den Großeinkauf in Italien und den Suchtgift-Transport nach Innsbruck zuständig, ein anderer Teil war für den Geldfluss verantwortlich, wobei die Erlöse aus dem Verkauf großteils wieder in Suchtgiftankäufe investiert worden seien.

apa

stol