Freitag, 06. November 2020

80 Prozent Umsatzverlust: Handelskammer hält an Forderung fest

Die Handelskammer Bozen hält an ihrer Forderung in Sachen Umsatzverlust von bis zu 80 Prozent für die aufgrund der Coronakrise besonders hart getroffenen Unternehmen fest. Wenn Betriebe überleben, bleiben Arbeitsplätze erhalten, unterstreicht die Handelskammer in einer Presseaussendung.

Betriebe gelangen in Schieflage.
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Betriebe gelangen in Schieflage. - Foto: © shutterstock
Am Dienstag hat die Handelskammer Bozen gefordert, dass die von den verschärften Coronamaßnahmen besonders hart betroffenen Südtiroler Betriebe im November einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent erhalten sollen. Daraufhin wurde von einigen Seiten angemerkt, dass ein Fixkostenersatz gerechter wäre. Die Handelskammer gibt aber zu bedenken, dass der Fixkostenersatz wesentlich bürokratischer und schwieriger zu kontrollieren ist und das Geld mit diesem Ansatz für viele Betriebe zu spät ankommen würde und somit der Verlust von Arbeitsplätzen droht.

„Viele der hart getroffenen Betriebe kämpfen zurzeit ums Überleben. Wenn diese Unternehmen nicht schnell, unbürokratisch und in einem angemessenen Ausmaß unterstützt werden, werden sie es nicht durch diesen neuerlichen Lockdown schaffen und viele Arbeitsplätze gehen verloren“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.

„Bis die betroffenen Unternehmen ihre Rechnungen erhalten bzw. zusammengesucht haben, die fixen von den variablen Kosten abgegrenzt und einzig für den Monat November berechnet haben, vergeht viel Zeit. Noch mehr Zeit würde daraufhin vergehen, diese Angaben vonseiten der öffentlichen Hand zu kontrollieren. Bis diese die Gelder auszahlen würde, vergehen sehr viele Monate. In der Theorie macht der Fixkostenersatz zwar Sinn, aber in der Praxis ist er aufgrund der langen Bearbeitungsdauer in der jetzigen Situation nicht anwendbar“, gibt Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen zu bedenken.

Umsatzkostenersatz auch in Deutschland und Österreich

Auch Deutschland und Österreich haben sich deshalb bei den besonders hart betroffenen Betrieben im November für den Umsatzkostenersatz entschieden. Während Deutschland für diese Unternehmen einen Umsatzersatz von bis zu 75 Prozent vorsieht, wird Österreich diesen 80 Prozent des Umsatzes ersetzen. Zur Berechnung werden die Umsätze vom Vergleichsmonat vom Jahr 2019 herangezogen.

stol

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