„Zwei Millionen Euro wollen wir als Anzahlung für dringende Kosten, den Rest für das restliche Leben meiner Klientin“, sagte Fanti in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom Donnerstag. Seinen Gang vor ein Pariser Gericht hatte er bereits am Montag publik gemacht, die Höhe der Forderung jedoch zunächst nicht beziffert.<BR /><BR />Es handle sich um eine vorläufige Rechnung, die ein Experte erstellt habe, sagte der Anwalt im Interview. Es gehe unter anderem um eine Entschädigung für die Verletzung der körperlichen Integrität der Französin sowie für ihren Berufsausfall. Seine Mandantin werde ihr ganzes Leben lang gepflegt werden müssen.<BR /><BR />Die Wahrscheinlichkeit, dass Frankreich der 26-Jährigen das Geld auszahlt, schätzt Fanti als hoch ein. „Frankreich wird die Gemeinde und den Kanton Wallis in Haftung nehmen, da bin ich mir sicher“, sagte er der Zeitung zudem. Insgesamt vertritt der Anwalt eigenen Angaben zufolge 26 Opfer und ihre Angehörigen.<BR /><BR />Der Antrag wurde bei der Entschädigungskommission für Opfer von Straftaten (Civi) in Paris gestellt, wie Fanti am Montag mitteilte. Er stehe im Zusammenhang mit einer am 1. April bei der Walliser Staatsanwaltschaft eingereichten Strafanzeige. Diese umfasst die Straftatbestände der fahrlässigen Brandstiftung, der fahrlässigen schweren Körperverletzung sowie Verstößen gegen die Bauregeln.