Freitag, 06. April 2018

9 Jahre nach Erdbeben: Gedenken mit Fackelzug in L'Aquila

Mit Fackelzügen haben tausende Menschen im mittelitalienischen L'Aquila der Opfer des schweren Erdbebens vor genau neun Jahren gedacht. An Umzug nahmen in der Nacht auf Freitag Angehörige der Opfer, Politiker, Mitglieder des Zivilschutzes, des Roten Kreuzes und andere Helfer teil.

Mit Fackelzügen haben tausende Menschen im mittelitalienischen L'Aquila der Opfer des schweren Erdbebens vor genau neun Jahren gedacht.
Mit Fackelzügen haben tausende Menschen im mittelitalienischen L'Aquila der Opfer des schweren Erdbebens vor genau neun Jahren gedacht. - Foto: © APA/AP

Um exakt 3.32 Uhr – zu dieser Zeit hatte damals die Erde gebebt – läuteten in L'Aquila die Glocken. Dabei wurden die Namen der 309 Todesopfer vorgelesen. Das Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala hatte am 6. April 2009 die Gegend in und um L'Aquila zerstört. 70.000 Menschen waren monatelang obdachlos, 1.500 Personen wurden verletzt. Im Stadtzentrum ist nur ein Teil der beschädigten Häuser wieder aufgebaut worden.

Bei der Zeremonie wurde auch der Opfer der Erdbebenserie in Mittelitalien im Herbst 2016 gedacht, bei der 300 Menschen ums Leben gekommen waren. Die meisten Toten wurden in der Kleinstadt Amatrice beklagt. Anwesend waren auch Angehörige der Todesopfer des von einer Lawine verschütteten Hotels Rigopiano in der Region Abruzzen im Jänner 2017.

apa

stol