Sonntag, 13. März 2022

9 Tote bei Angriff an polnischer Grenze – 57 Verletzte auf Truppenübungsplatz

Bei dem Angriff auf einen Militärstützpunkt bei Lwiw (Lemberg) sind laut ukrainischen Behörden 9 Menschen getötet und 57 weitere verletzt worden. In dem von Russland angegriffenen Internationalen Zentrum für Friedenssicherung und Sicherheit hätten auch „ausländische Ausbilder“ gearbeitet. Der Militärübungsplatz liegt nur rund 20 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.

Lwiw wurde von Explosionen erschüttert. - Foto: © AFP / ANATOLII STEPANOV

Die Umgebung von Lwiw wurde Sonntag früh von mehreren Explosionen erschüttert. Die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtete sogar von Detonationen in Lwiw selbst. Es wurde Luftalarm ausgelöst.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf die Regionale Militärverwaltung, das Ziel sei ein Truppenübungsplatz nahe von Lwiw und der polnischen Grenze gewesen. Demnach wurden acht Raketen auf die ukrainische Militärbasis abgefeuert.

Auf dem Übungsplatz hatten in der Vergangenheit auch US-Einheiten ukrainische Soldaten ausgebildet. Die Basis in Jaworiw ist eine der größten Militär-Ausbildungseinrichtungen im Westen der Ukraine. Die meisten gemeinsamen Übungen mit der NATO wurden dort abgehalten.

Die Explosionen waren auch in Polen zu hören, wie eine Reporterin der dpa aus Przemysl berichtete. Die Stadt Lwiw (Lemberg) mit österreichisch-ungarischer Vergangenheit liegt nahe der Grenze zu Polen. Die Entfernung zu Wien beträgt (Luftlinie) knapp 600 Kilometer.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.


apa

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