Montag, 05. Oktober 2020

9020 aktiv Corona-Infizierte in Österreich – Deutlich mehr Intensivpatienten

Am Montag sind in Österreich 9020 Personen aktiv mit SARS-CoV-2 infiziert gewesen. In den vergangenen 24 Stunden wurden laut Daten von Innen- und Gesundheitsministerium 750 Neuinfektionen eingemeldet. 488 Menschen befanden sich mit Stand 9.30 Uhr im Krankenhaus (plus von zwölf zum Sonntag), davon 101 auf Intensivstationen (103 am Sonntag). Die Zahl der Covid-19-Toten stieg um 5 auf 818 Menschen.

Ein deutliches Plus gab es in Österreich innerhalb einer Woche bei Intensivpatienten - sie stiegen von 88 am vergangenen Montag auf 101, was einer Zunahme von knapp 15 Prozent bedeutet.
Ein deutliches Plus gab es in Österreich innerhalb einer Woche bei Intensivpatienten - sie stiegen von 88 am vergangenen Montag auf 101, was einer Zunahme von knapp 15 Prozent bedeutet. - Foto: © APA/afp / TAUSEEF MUSTAFA
Im Schnitt der vergangene 7 Tage kamen täglich 781 Neuinfektionen hinzu. 48.896 Personen wurden bisher insgesamt positiv getestet. 39.058 Menschen gelten als genesen.

Die meisten Neuinfektionen gab es mit 315 in Wien. Oberösterreich und Tirol meldeten in den vergangenen 24 Stunden 106 neue Fälle, Niederösterreich 97 und Vorarlberg 50. 32 Neuinfektionen kamen in der Steiermark hinzu, in Salzburg waren es 23, in Kärnten 12 und im Burgenland 9. 11.895 Testergebnisse wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Wie immer waren es über das Wochenende weit weniger als unter der Woche.

Seit Sonntagabend kamen im Bundesland Tirol 29 weitere positive Testergebnisse hinzu. Wie bereits über Monate stabil blieb trotz steigender Zahl an Infektionen indes die Corona-Lage in den Krankenhäusern: 29 Infizierte wurden dort behandelt, davon 5 auf Intensivstationen.
239.565 Testungen wurden bis dato im Bundesland durchgeführt. Die meisten Infizierten wies der „gelbe“ Bezirk Innsbruck-Land mit 248 auf, gefolgt von der auf Ampel-Orange geschalteten Landeshauptstadt Innsbruck mit 229. Am drittmeisten Covid-Fälle verzeichnete vorerst der „orange“ Bezirk Schwaz mit 77.

Vor genau einer Woche, am 28. September, gab es in Österreich 8.950 aktiv Infizierte - zum Montags-Wert von 9020 bedeutet diese eine Steigerung von fünf Prozent. Ein deutliches Plus gab es innerhalb einer Woche bei Intensivpatienten - sie stiegen von 88 am vergangenen Montag auf 101, was einer Zunahme von knapp 15 Prozent bedeutet. Das ist zwar noch deutlich vom bisherigen Höchstwert von 267 Intensivpatienten am 8. April entfernt, allerdings befand sich Österreich damals im Lockdown und Krankenhäuser im Gegensatz zu heute nicht im Vollbetrieb. Im Routinebetrieb liegt die Auslastung der Intensivkapazitäten in Spitälern in der Regel deutlich über 80 Prozent, in vielen Häusern auch bei 90 Prozent und mehr.

In Kärnten wurde unterdessen wegen eines Corona-Falls in der Lehrerschaft die Mittelschule Feistritz an der Drau im Kärntner Bezirk Villach-Land für vorerst 10 Tage geschlossen. Die infizierte Lehrkraft hatte in fünf Klassen unterrichtet. Die Schüler der betroffenen Klassen und sämtliche Lehrer der Schule befinden sich nun in Quarantäne und werden auf Covid-19 getestet. Weil es keine verfügbaren Lehrer an der Schule mehr gibt, musste die Schule komplett geschlossen werden. Das bedeutet, dass auch der Unterricht für die verbleibenden sieben Klassen auf Distance Learning umgestellt wird.

Im Zusammenhang mit einem Eishockey-Trainingslager in St. Pölten wurden am Montag zehn Coronavirus-Infektionen gemeldet. Insgesamt sollen an der Veranstaltung nach Angaben des Büros von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) 29 Personen aus Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten teilgenommen haben.

apa/stol

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