Wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet, ereignete sich der Vorfall am Samstag gegen 17.30 Uhr. Die Frau war wie so oft in der Telser-Galerie unterwegs. Seit einem Oberschenkelbruch vor einigen Jahren ist sie dabei auf einen Rollator angewiesen.<BR /><BR />Dabei wurde sie plötzlich von hinten von einem Jungen auf einem Fahrrad erfasst, der laut ihren Schilderungen in der ausschließlich Fußgängern vorbehaltenen Galerie mit hoher Geschwindigkeit und im Zickzack fuhr.<BR /><BR />„Ich bin gefallen, habe mir wehgetan und mich sehr erschrocken“, erzählt die 96-Jährige im Gespräch mit der Zeitung. „Ein Mann, vermutlich der Vater des Buben, hat mir zwar aufgeholfen, aber niemand – weder der Junge noch die Eltern – hat sich entschuldigt oder gefragt, wie es mir geht. Auch einen Namen oder ihre Kontaktdaten haben sie mir nicht da gelassen, um für eventuelle Behandlungskosten aufzukommen.“<BR /><BR />Die Frau weist darauf hin, dass in der Telser-Galerie – wie auch auf vielen Gehsteigen und Plätzen in Bozen – ein Fahrverbot für Fahrräder und E-Scooter gilt. Dennoch würden täglich Radfahrer und Scooterfahrer diese Regeln missachten und dadurch gefährliche Situationen schaffen – besonders für ältere Menschen.<BR /><BR />„Es wäre Aufgabe der Eltern, ihren Kindern beizubringen, sich rücksichtsvoll und regelkonform zu verhalten“, betont die 96-Jährige gegenüber dem „Alto Adige“. Solche Unfälle könnten leicht vermieden werden, „wenn man die Normen des zivilen Zusammenlebens und den Respekt gegenüber anderen beachtet.“<BR /><BR />Zum Schluss hofft die Frau, dass ihre Erfahrung ein Mahnruf ist: „Ich wünsche mir, dass meine Geschichte dazu beiträgt, weitere Unfälle zu vermeiden – und dass alle verstehen, dass der Respekt vor öffentlichen Räumen eine grundlegende Form von Zivilisation ist.“