Zum enormen Felssturz war es in der Nacht auf Donnerstag im A22-Abschnitt zwischen Bozen Nord und Klausen gekommen. In der Nähe der Firma „Bitumisarco“ setzten sich gewaltige Massen an Material in Bewegung – nämlich rund 30.000 Kubikmeter.Noch in der Nacht machte sich Claudio Carraro vom Landesamt für Geologie und Baustoffprüfung zu einem ersten Lokalaugenschein auf. Am Donnerstagmorgen berieten die Experten über das weitere Vorgehen an der A22.„Die Arbeiten laufen“, meint Landesgeologe Volkmar Mair am Donnerstagmittag im Gespräch im Stol. „Wir versuchen, das Material unterhalb der Autobahn mit Baggern abzutragen, damit die Massen sicher abrutschen können.“Zudem befestige man Schutznetze, um zu verhindern, dass größere Steinbrocken auf die Brennerautobahn gelangen.„Wir besprechen derzeit, ob wir das lockere Material mit speziellen Gerätschaften abtragen sollten, um so den Lauf der Natur beschleunigen und zudem die Lage besser kontrollieren zu können“, erklärt Mair weiter. „Doch ob das möglich ist, wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht.“Besprechung am Nachmittag – Stau am MorgenAm Nachmittag finden sich die Beteiligten – also die A22-Gesellschaft samt Technikern, Ingenieuren und Geologen, die Felsräumfirma Unirock, das Unternehmen „Bittumisarco“ und Geologe Carraro – zu einem Lokalaugenschein und einer Besprechung zusammen.Die Südspur der Brennerautobahn ist derzeit im betroffenen Abschnitt gesperrt, der Verkehr wurde auf die Nordspur umgeleitet. Am Vormittag kam es deshalb zu mehreren Kilometern Stau.pg_______________________________________________________________________________________Auch in Kardaun sind in der Nacht auf Donnerstag Steine zu Tal gestürzt. Ein Steinmetz-Unternehmen hat dabei beträchtlichen Schaden genommen. Zu Artikel und Video geht's hier.