Dienstag, 13. Juli 2021

A22: Bereit für den Sommerreiseverkehr

Endlich wieder reisen: Am Montag hat die Brennerautobahngesellschaft ihr Konzept zur Bewältigung des diesjährigen Sommerreiseverkehrs vorgestellt.

Sich vorab über die Verkehrslage auf der A22 zu informieren, sei genauso wichtig, wie einen Sitzplatz im Zug zu reservieren. Dies ist unter anderem über den Messenger-Dienst Telegram möglich.
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Sich vorab über die Verkehrslage auf der A22 zu informieren, sei genauso wichtig, wie einen Sitzplatz im Zug zu reservieren. Dies ist unter anderem über den Messenger-Dienst Telegram möglich. - Foto: © A22
Der Sommerreiseverkehr ist traditionell eine komplexe Herausforderung, die in diesem Jahr aufgrund der geänderten Gewohnheiten im Zusammenhang mit der Pandemie ein Stück weit unberechenbarer ist.

Die Brennerautobahn AG habe sich dabei darauf vorbereitet, eine bestmögliche Dienstleistung zu bieten, unter anderem durch außerordentlich durchgeführte Instandhaltungsarbeiten, den Verzicht auf Baustellen tagsüber, die Aufstockung des Personals an den Mautstellen und allgemein einem dynamischen Verkehrsmanagement, das von einer geregelten Einfahrt an den Mautstellen bis zu einer Anpassung der Geschwindigkeit zur Vermeidung eines Stop-and-Go-Verkehrs reicht.

Vor Reisebeginn informieren

Die Brennerautobahngesellschaft empfiehlt dringend, sich vor Reiseantritt über die Verkehrsbedingungen und -vorhersagen zu informieren und an den traditionell verkehrsreichen Tagen die Stunden mit kritischem Verkehrsaufkommen zu vermeiden.

Dafür stehen eine Reihe von Informationskanälen zur Verfügung: Die Internetseite der Gesellschaft, eine App, die gebührenfreie Nummer des Benutzerservicezentrums CAU (800279940 aus Italien, 0080022022022 aus Deutschland, Österreich und Holland), der Verkehrsfunk „Inforadio“ und der Fernsehkanal Move Tv.

In diesem Jahr gibt es zusätzlich einen neuen Chatbot auf Telegram, wo die Autobahnnutzer personalisierte Informationen für eine ruhige und sichere Reise auf der A22 erhalten können.

„Der Covid-19-Gesundheitsnotstand hat unser aller Leben verändert. Als Brennerautobahngesellschaft haben wir noch nie dagewesene Verkehrseinbrüche erlebt, auf die rapide Wiederaufschwünge folgten - so wie auch in diesen Tagen“, erklärte Präsident Hartmann Reichhalter auf der Pressekonferenz.

„In diesen Monaten neuer Einschränkungen der Bewegungsfreiheit haben wir alles dazu veranlasst, um sowohl den Touristen als auch unseren Regionen eine A22 zu bieten, die so sicher und effizient ist wie immer – begonnen bei den Mautstellen.“

2021 bereits 30 Millionen Euro in Instandhaltung investiert

„Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2021 haben wir bereits 29,3 Millionen Euro in die Instandhaltung der Autobahnstrecke investiert. Diese Summe umfasst unter anderem 11 Millionen Euro für Asphaltierungsarbeiten, 4 Millionen Euro für die Erneuerung der Anlagentechnik und Beleuchtungselemente, 2,5 Millionen Euro für die Sanierung einiger Kunstbauten und 2 Millionen Euro für die Pflege der Grünflächen“, erklärte Geschäftsführer Diego Cattoni.

„Sei es bei der Beschilderung, sei es an den Raststätten: wir haben in jeden einzelnen Bereich eingegriffen. Der Grund dafür war das geringe Verkehrsaufkommen, das wir ausnutzen wollten um die Arbeiten für eine effiziente Autobahnstrecke durchzuführen, aber auch das Bestreben, weiterhin als eine treibende Kraft der Wirtschaft zu agieren.“

Auto gerade in diesem Jahr als Reisemittel beliebt

„Seit April ist das Verkehrsaufkommen deutlich gestiegen“, erklärte Cattoni. „Nach einem Minus von 50 Prozent (im Vergleich zu 2019) im März und April konnten wir im Juni ein Minus von 12 Prozent verzeichnen. Seit etwa 2 Wochen registrieren wir Daten, die annähernd mit jenen aus dem Jahr 2019 vergleichbar sind. Wir können uns gut vorstellen, dass gerade in diesem Jahr viele Menschen mit dem Auto das individuelle Reisemittel schlechthin nutzen werden, um in den Urlaub zu fahren. Diesen Menschen und der gesamten Tourismusbranche wollen wir gewährleisten, dass sie dies – immer im Bezug auf die A22 – auch bestmöglich tun können.“

Sich über die Verkehrsprognosen zu informieren, sei genauso notwendig wie einen Sitzplatz im Zug zu buchen, erklärte der technische Generaldirektor Carlo Costa.

„Seit den 1990er Jahren hat der Verkehr auf der A22 um 100 Prozent zugenommen. An Tagen mit kritischem Verkehrsaufkommen verzeichnen wir mehr als 36.000 Transite täglich in nur eine Fahrtrichtung“, betonte der technische Generaldirektor.

Herzstück für die bestmögliche Kontrolle und die bestmöglichen Bedingungen ist das Benutzerservicezentrum CAU, in dem mithilfe von 226 Kameras, 82 Fachkräften für Verkehrsdienste, 25 Wetterstationen und 403 Notrufsäulen die Autobahnstrecke überwacht wird. Dynamische Verkehrsflusssimulationen ermöglichen es, die Dauer und das Ausmaß von Staus vorherzusagen und in der Folge frühzeitig zu intervenieren.
„Das effizienteste Instrument aber bleibt die ständige Kommunikation mit den Autofahrern, die im Moment über 160 Wechselverkehrsschilder erfolgt. Wir haben aber bereits die technischen Voraussetzungen dafür, um die Autobahnnutzer direkt auf dem Armaturenbrett ihres Fahrzeuges zu informieren“, so Costa.

Am Montag wurde nicht zuletzt ein neues Angebot für die Nutzer des Messenger-Dienstes Telegram vorgestellt: Wer die automatische Chatfunktion der A22 abonniert, kann Informationen über Verkehr, Verkehrsprognosen und Dienstleistungen entlang der Autobahnstrecke von Ladestationen für E-Fahrzeuge bis zu Wohnmobilstellplätzen abfragen und personalisieren. Im Notfall besteht zusätzlich die Möglichkeit, einen exakten Standort zu übermitteln.

stol

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