Ursprünglich war die Verbreiterung des Seitenstreifens von 2,50 auf 3,50 Meter nur bis zur Ausfahrt Neumarkt vorgesehen. Einsparung durch das Abgebot, so erklärt Geschäftsführer Paolo Duiella, machten dann jedoch die Weiterführung bis nördlich von Pfatten möglich. „Und die ANAS hat dies problemlos genehmigt“, so Duiella. Nördlich von Pfatten beträgt die Breite der Notspur dagegen nach wie vor 2,50 Meter. Datenmaterial für den Abschnitt Trient Zentrum-Rovereto Nord – hier wurde die Notspur bereits 2005 verbreitert – zeigt: Mit der Verbreiterung steigt die Sicherheit. „Die Unfallhäufigkeit wurde nahezu halbiert“, sagt Duiella. Aus diesem Grund möchte man bei der Brennerautobahn bis Bozen Süd von 2,50 auf 3,50 Meter verbreitern. „Es gibt aber noch kein Vorprojekt und keinerlei Beschluss dazu“, unterstreicht Pardatscher.Und noch etwas ist Autobahnpräsident Walter Pardatscher ganz wichtig: „Die Fläche für die Verbreiterung des Pannenstreifens gewinnen wir dadurch, dass wir die Hecke zwischen den Autobahnspuren entfernen und so den Mittelstreifen schmäler machen“. Die Gesamtbreite der Autobahn habe sich um keinen Deut vergrößert. Vorgesehen ist allerdings eine dynamische Nutzung der Spur bei Unfällen, Baustellen und in besonderen Situationen. „So kann ein Verkehrsstillstand verhindert werden“, erklärt Walter Pardatscher. Wann die Notspur dafür genutzt wird, wird die Verkehrszentrale der A22 zusammen mit der Straßenpolizei entscheiden. Von heute auf morgen sei dies aber nicht möglich, denn für eine solche dynamische Nutzung müsse zuerst die notwendige Technologie installiert werden, wie etwa Überkopfanzeigen, Kameras, Geschwindigkeitsmessanlagen etc. „Bis dahin können noch einige Jahre vergehen“, so Pardatscher. Vorerst will man die dynamische Nutzung zwischen Trient und Rovereto Süd testen, mit der Testphase soll noch heuer begonnen werden.Notspur: 3,50 Meter helfen Unfälle vermeiden 2,50 Meter – so breit ist ein Lastwagen und so breit war die Notspur der A22 bislang südlich von Pfatten und so breit wird sie nördlich von Bozen Süd auch bleiben müssen – aus technischen Gründen. Denn auf den vielen Brücken und Viadukten ist eine Verbreiterung nur mit einem „unverhältnismäßig hohen Aufwand zu realisieren“, sagt A22-Präsident Walter Pardatscher. Dort sei aber auch die Verkehrsdichte nicht mehr so hoch wie südlich von Bozen. Und zudem herrsche in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 110 km/h. Beides mache den Abschnitt etwas ungefährlicher. Südlich von Bozen hat bzw. will man die Notspur dagegen auf 3,50 Meter verbreitern, um Unfälle wie den im Bild oben (bei einer Notspur von 2,50 Meter) zu vermeiden. Der Lkw auf der Normalspur kommt nur minimal von seiner Spur ab und streift einen anderen Lkw, der auf dem Pannenstreifen steht, den er in voller Breite benötigt. Es kommt zum schweren Unfall. „Bei einer breiteren Notspur werden solche Unfälle unwahrscheinlicher“, so Pardatscher. ih/D