Bei der Versammlung der A22-Aktionäre, bei der auch der 14-köpfige Verwaltungsrat sowie der Aufsichtsrat bestellt wurden, ist Paolo Duiella, früher Geschäftsführer des Unternehmens, für die kommenden drei Jahre zum neuen Präsidenten gewählt worden.Neun Mitglieder des Verwaltungsrates wurden bestätigt und fünf neue Mitglieder wurden ernannt, unter diesen drei Frauen, um der „Frauenquote“ gerecht zu werden.Der neuen Verwaltungsräte sind Paolo Duiella als neuer Präsident, Walter Pardatscher, Renate Ainhauser, Walter Kaswalder, Heinrich Holzer, Maria Teresa Bernelli, Silvano Baratta, Paolo Rosatti, Giovanni Frasca, Carla De Beni, Alberto Righi, Emilio Sabattini, Mauro Maia und Aleardo Merlin.Mitglieder des Aufsichtsrates sind Giuseppe Suppa (Ministerium für Ökonomie und Wirtschaft), Eduardo Petroli (Transportministerium), Alfonso Sonato, Georg Mayr und Cristina Odorizzi.Duiella wurde im Vorfeld wenig Freude mit dem „Bäumchen wechsel dich“ nachgesagt, der lieber operative als repräsentative Aufgaben übernimmt. Doch „pacta sunt servanda“ – darauf hatte man in Südtirol stets hingewiesen und auf der Einhaltung der Vereinbarung bestanden. Neue „Frauenquote“Im Rahmen der Statutänderung wurde eine „Frauenquote“ vorgesehen: Bei der Namhaftmachung der neuen Gremien muss künftig „die geschlechtliche Gleichstellung, wenn auch nur mit der Mindestzahl, wie vom Gesetz vorgesehen“ eingehalten werden. Somit hat die A22 ihr Statut den gesetzlichen Bestimmungen zu den „Frauenquoten“ angeglichen.Im nächsten Verwaltungsrat der Brennerautobahn AG, bestehend aus 14 Mitgliedern einschließlich Präsident und Geschäftsführer, werden also drei Frauen vertreten sein.In der nächsten Amtsperiode wird, wie vom Gesetz vorgesehen, die „Frauenquote“ von drei auf fünf erhöht.Bilanz genehmigtAm Dienstag hat die Gesellschafterversammlung der Brennerautobahn AG außerdem die Bilanz 2012 genehmigt: Das Geschäftsjahr 2012 der A22 AG schließt mit einem Gewinn von 71,8 Millionen Euro, welcher somit einen Rückgang von mehr als 12,53 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2011 verzeichnet (84,3 Millionen Euro).Für die Brennerautobahn sei 2012 durch die negative wirtschaftliche und finanzielle Lage ein sehr schwieriges Jahr gewesen. Dies habe zu einer Verringerung des Verkehrsvolumen und der damit zusammenhängenden Einnahmen aus den Mautgebühren und den Raststätten geführt, hieß es bei der Gesellschafterversammlung.Der Wert der Produktion habe 341 Millionen Euro erreicht, was einer Verringerung von 4,07% gegenüber dem Jahr 2011 entspricht. Die aus den Mautgebühren erwachsenen Einnahmen seien von den 313,5 Millionen Euro des Jahres 2011 auf 303,2 Millionen Euro gesunken, während die aus den Nutzungsgebühren der Raststätten (Royalties) erwachsenen Einnahmen (27,7 Millionen Euro) einen Rückgang von 15,27% verzeichnen (im Jahr 2011 waren es noch 32,7 Millionen Euro).Die Produktionskosten verzeichnen hingegen eine Erhöhung von 4,70% (265,09 Millionen Euro), was auf die Kosten der Ankäufe und der Dienste zurückzuführen ist.Gering ist hingegen der Einfluss der Personalkosten: Das Personal ist auf 956 Mitarbeiter gesunken.Das operative Ergebnis des Jahres 2012 in Höhe von 74,9 Millionen Euro verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung um 26% (101,3 Millionen Euro im Jahr 2011). Im Jahr 2012 sind aber die Einnahmen aus den Finanz-Anlagen gestiegen, auch unter dem Einfluss der wachsenden Zinssätze: insgesamt beträgt dieser Beitrag ungefähr 26 Millionen Euro (2011 waren es 19,8 Millionen Euro).Vor Steuern ergibt sich ein Gewinn von 104,22 Millionen Euro; nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Reingewinn des Geschäftsjahres von 71,84 Millionen Euro, also 12,53 Millionen Euro weniger als 2011.Insgesamt hat die Gesellschaft 2012 Investitionen in Höhe von 39 Millionen Euro getätigt. Diese betreffen hauptsächlich die Überführungen, innovative Soft- und Hardware Lösungen und die Anpassung der Notspur.