Wie am heutigen Donnerstagnachmittag bekannt wurde, hat die dritte Sektion des Verwaltungsgerichts Latium unter dem Vorsitz von Bruno Amoroso am Mittwoch einen Rekurs der Brennerautobahn AG zurückgewiesen.Die Regierung in Rom hatte Mitte September über die Staatsstraßenverwaltung ANAS die Konzession EU-weit für 50 Jahre ab 2014 ausgeschrieben.Die Brennerautobahn AG, an der die beiden Provinzen Südtirol und Trentino die Mehrheit halten, hatte die Konzessions-Ausschreibung der ANAS wegen rechtlicher Zweifel und aufgrund von Ungereimtheiten im Ausschreibungstext angefochten und in diesem Zusammenhang die Aussetzung des Verfahrens bis zu einem endgültigen Richterspruch beantragt.Diese Aussetzung ist heute abgelehnt worden; allerdings ist auch der in der Ausschreibung vorgesehene 28. Oktober als Termin für die Bekundung des Interesses an einer Teilnahme an der Ausschreibung bereits verstrichen.Rekurs beim Staatsrat geplant: Dringlichkeitssitzung am FreitagNun wird die Brennerautobahn-Gesellschaft Rekurs beim Staatsrat, der nächsten Instanz, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Latium einlegen.Für den morgigen Freitag wurde kurz nach Bekanntwerden des Urteils eine Dringlichkeitssitzung des A22-Verwaltungsrates einberufen, bei der der geplante Rekurs beschlossen werden soll.Durnwalder: "... dann bleibt nur mehr die Teilnahme an der Ausschreibung"Landeshauptmann Luis Durnwalder unterstrich in einer ersten Reaktion, dass der Urteilsspruch des Verwaltungsgerichtes zur Folge haben wird, dass die ANAS einerseits einen neuen Termin festlegen werde, die A22-Gesellschaft andererseits "in der Zwischenzeit rechtlich gegen die Ablehung der Aussetzung des Verfahrens vorgehen wird.""Rechtlich vorgehen" heißt im vorliegenden Fall konkret, dass die Brennerautobahn-Gesellschaft zunächst die Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts Latium abwarten wird, um die darin enthaltenen Argumente widerlegen zu können. Danach werde man gegen die Ablehung der Aussetzung rekurrieren, und zwar vor dem Staatsrat in Rom.Sollten alle rechtlichen Mittel im Kampf gegen die öffentliche Ausschreibung der Konzession ausgeschöpft sein, bleibt der Gesellschaft nur mehr die Teilnahme an der Ausschreibung."Dass wir teilnehmen liegt auf der Hand und ist auch schon entschieden, was allerdings noch offen ist, ist die Frage, ob wir es allein versuchen oder uns strategische Partner suchen", so Durnwalder in einer ersten Stellungnahme.stol