„Grund für diesen großen Unterschied ist auch, dass die Brennerautobahn AG sehr viel Geld in die Instandhaltung investiert, meint der A22-Präsident. „Die A22 ist durchgehend optimal asphaltiert und durchgehend mit horizontalen und vertikalen Signalen ausgestattet.“ Auf anderen Autobahnen in Italien hingegen sei der Asphalt oft stark abgefahren – und nicht selten seien auch keine eingezeichneten Striche mehr erkennbar – im Unterschied zur Brennerautobahn, wo die Striche immer wieder erneuert würden. <h3> Bei schlechter Sicht kracht es viel häufiger</h3>Die Zahl der Unfälle ist 2024 mit insgesamt 844 gegenüber 2023 (804) leicht gestiegen. Die Ursache dafür lag auch am Wetter: 2024 herrschte im Winter an vielen Tagen dichter Nebel zwischen Verona und Modena, sagt Reichhalter. Bei schlechter Sicht kracht es viel häufiger. Über 100 Unfälle seien 2024 allein darauf zurück zu führen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-69152103_quote" /><BR /><BR />Stark gestiegen sei in den vergangenen Jahren auch die Zahl der Unfälle, bei denen die Betätigung des Handys am Steuer Ursache war, berichtet der Autobahnpräsident. Häufig entdecke man nach Unfällen „das Handy auf dem Boden des Verunglückten“. Deshalb habe man auf den Raststätten eine Kampagne zur Prävention durchgeführt.<h3> „Polensprinter“ leben gefährlich</h3>Nach wie vor ein Problem seien die „Polensprinter“: Fahrer von Kleinlastern, die aus Osteuropa oder Norddeutschland ohne Ruhepause eine lange Strecke bis nach Italien fahren und dabei wegen Übermüdung Kopf und Kragen riskieren. Sie brauchen keinen Fahrtenschreiber und sind nicht verpflichtet, Ruhezeiten einzuhalten. <BR /><BR />Solche Fahrer bringen oft rasch Bestandteile zu einem Zielort, wo diese für den Produktionszyklus gebraucht werden. Oft sind diese „Sprinter“ nachts unterwegs. Sie sind dann die traurigen Spitzenreiter bei den schweren Unfällen, berichtet Reichhalter. Unfallursache sei dann häufig Sekundenschlaf. Meist fahren sie hinten auf einen Lkw auf, weiß der Autobahnpräsident. <h3> 8 tödliche Unfälle auf der A22 im Jahr 2024</h3>Die Zahl der tödlichen Unfälle auf der Brennerautobahn hält sich gemessen an der Gesamtzahl der Unfälle in Grenzen: 2024 endeten 8 Unfälle auf der gesamten A22 zwischen Brenner und Modena tödlich, davon 3 in Südtirol. 2023 war es auf der A22 zu 5 tödlichen Verkehrsunfällen gekommen, davon einer in Südtirol. <BR /><BR />Bei 262 Unfällen auf der A22 im Jahr 2024 gab es laut Auskunft der Brennerautobahn AG Verletzte, diese Zahl ist gegenüber 2023 (220) um 42 gestiegen. In Südtirol hingegen ist die Zahl der Unfälle mit Verletzten 2024 gegenüber 2023 zurückgegangen.