Mittwoch, 03. Januar 2018

A22 soll in den Berg verlegt werden

Am 15 Jänner wird in Bozen ein Verkehrsgipfel stattfinden. Dort geht es um die Forderungen und Maßnahmen für nachhaltige Mobilität in der Europaregion Tirol-Trentino-Südtirol und Absprachen dazu. Auch Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio hat seine Anwesenheit zugesagt.

Bei einem positiven Gutachten könnte die Verlegung der A22 in den Berg in zehn Jahren Wirklichkeit sein.
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Bei einem positiven Gutachten könnte die Verlegung der A22 in den Berg in zehn Jahren Wirklichkeit sein. - Foto: © D

Wichtiges Thema an diesem Tag wird auch die Brennerautobahn (A22) sein. „Mit der geplanten Verlegung der A22 in den Berg können wir selbst bei steigendem Verkehr die Feinstaub- und Stickstoffbelastung drastisch reduzieren, die dritte dynamische Spur verwirklichen, kürzere Fahrzeiten in alle Richtungen erreichen, die Verkehrsströme in Bozen besser regeln und flüssiger machen und brauchen einige Infrastrukturen erst gar nicht bauen, da wir die heutige Autobahnstrecke als Erschließungs- und Zubringerstraße für die Stadt Bozen nutzen können“, unterstrich Kompatscher.

Verlegung könnte in 10 Jahren Wirklichkeit werden

Der für die Konzession vorgesehene Vorschlag für das Investitionsprogramm für die Brennerautobahn beinhalte die Verlegung der A22 mit einer halben Milliarde Euro, so der Landeshauptmann. Wenn nun das Ministerium und der interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung CIPE ein positives Gutachten ausstellen, könnte die Verlegung in zehn Jahren Wirklichkeit sein, so Kompatscher.

Für die Verlegung der Autobahntrasse in Bereich der Stadt Bozen in den Berg hat die Brennerautobahngesellschaft eine umfassende Studie, mit allen Verkehrsflüssen und-Wegen sowie Simulationen vorgelegt.

Mauttarife und Dieselpreise

Es gebe einen Konsens für die Einführung einer Korridormaut von München bis Verona zur Vermeidung von Umwegverkehr und zur Verlagerung von Schwerverkehr, so Kompatscher.

„Wie auch von Infrastrukturminister Graziano Delrio betont, ist es wichtig auch eine Angleichung der derzeitigen Niedrigpreise für Diesel im Inntal zu erzielen, denn rein rechnerisch fällt das mehr ins Gewicht als die Kosten der Maut, allein dadurch spart man 30 Prozent“, sagte der Landeshauptmann.

Voranzutreiben ist laut Kompatscher auch Verlagerung auf die Schiene, wozu es Verladebahnhöfe braucht. “Hier müssen sich die Staaten darauf einigen, damit dies umgesetzt wird“, unterstrich der Landehauptmann, der sich auch grundsätzlich für die Tiroler Blockabfertigung aussprach: „Die Dosierung und Verflüssigung des Verkehrs ist an Tagen besonderer Verkehrsbelastung ein vernünftiges Instrument, das sinnvoll und in Abstimmung umgesetzt werden muss“.

lpa

stol