Damit möchte die Fakultät für Naturwissenschaften und Technik dem großen Bedarf an gut ausgebildeten Technikern im Land begegnen, „denn die Firmen verlangen nach technischem Personal, insbesondere aber nach Ingenieuren“, unterstreicht der Vizepräsident der Freien Universität Bozen, Ing. Pietro Borgo.„Unser Studienangebot ist auf Industrie- und Maschineningenieurwesen ausgerichtet, da diese Ausbildung am besten in allen Teilen einer Firma eingesetzt werden kann“, umreißt Borgo das Konzept. Es sei natürlich nicht die einzige Ausrichtung, nach welcher der Markt verlange, aber die derzeit am gefragteste. „Wir schließen nicht aus, künftig auch andere Studienrichtungen anzubieten, aber sie müssen sich stets zu einem organischen Ganzen zusammen fügen auch in Hinblick auf das bestehende Studienangebot in Innsbruck und Trient.“Der Unternehmerverband Südtirol begrüßt die Einrichtung des neuen Studienganges. „Südtirol hat viele Unternehmen, die zu den besten Europas gehören und hochqualifizierte, äußerst spannende Arbeitsmöglichkeiten im technischen Bereich bieten“, so Stefan Pan, Präsident des Unternehmerverbandes. „Dies gilt für kleinere wie für größere Unternehmen in gleichem Maße, die national wie international wachsen aber kaum Nachwuchskräfte finden, welche über die geeignete Ausbildung im technischen Bereich - vor allem in Bereich des Maschinenbauwesens - verfügen.“ Maschinenbau sowie Logistik- und Produktionsingenieurwesen Der Bachelor in Industrie- und Maschineningenieurwesen sieht zwei Studienpläne vor: einen propädeutischen Studienzweig (Maschinenbau) und einen Studienzweig in Logistik- und Produktionsingenieurwesen, der stärker praxisorientiert ist. „Mit diesem Studiengang möchten wir Ingenieure ausbilden, die eine fundierte Ausbildung in den Grundlagenfächern erhalten, um sie einerseits auf ein sofortiges Einsteigen in die Arbeitswelt vorzubereiten, andererseits für ein weiterführendes Masterstudium zu qualifizieren“, erklärt die Direktorin des Studiengangsrates Prof. Maria Letizia Bertotti. „Der Studiengang sieht neben den klassischen Ingenieursfächern die Teilnahme der Studierenden an Praktika, Laboratorien, Seminaren und Projekten vor, mit denen sie Fachkompetenzen für ihren künftigen Beruf aufbauen und auf die Herausforderungen des technischen Fortschritts vorbereitet sind“, Die Absolventen des neuen Studienganges sollen einerseits bei der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse ihre Fachkompetenzen einbringen; andererseits sollen sie dazu befähigt werden, einen Industriebetrieb effizient zu leiten.Für den Bachelor, dessen Unterrichtssprachen Deutsch, Italienisch und Englisch sind, kann man sich bis 11. Juli vorinskribieren.