Sie beansprucht mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald, als rechnerisch zur Verfügung stehen, und stößt mehr Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) aus, als Wälder und Ozeane aufnehmen können.<h3>Die Folgen: Entwaldung, weniger Tierarten</h3>Um den tatsächlichen Bedarf der Menschen zu decken, wären rechnerisch 1,73 Erden nötig. Wie die Naturschutzorganisation WWF erklärte, sind die Folgen der Übernutzung längst sichtbar, etwa durch Entwaldung, degradierte Böden, den Verlust biologischer Vielfalt und steigende CO<sub>2</sub>-Konzentrationen in der Atmosphäre.<BR /><BR />Im vergangenen Jahr fiel der Erdüberlastungstag auf den 24. Juli. Die Verschiebung geht laut WWF überwiegend auf aktualisierte Daten zurück und nicht darauf, dass die Menschheit nachhaltiger lebt. „Dass der Erdüberlastungstag dieses Jahr sechs Tage später liegt als 2025, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir weiterhin deutlich über die ökologischen Grenzen unseres Planeten hinaus wirtschaften“, erklärte Björn Schulz, Experte für Kreislaufwirtschaft beim WWF Deutschland. „Tatsächlich wächst die Lücke zwischen dem hohen Ressourcenverbrauch der Menschheit und der Regenerationsfähigkeit der Erde weiter.“<BR /><BR />Anfang der 1970er-Jahre lag der Erdüberlastungstag noch Ende Dezember, seither hat er sich im Kalender immer weiter nach vorn verschoben. Allerdings lässt sich beobachten: Die Sprünge werden kleiner. Die Tage lagen in den vergangenen 20 Jahren alle in einem Bereich von viereinhalb Wochen.<h3>Wie können mögliche Lösungen aussehen?</h3>Das Global Footprint Network hat analysiert, welche Maßnahmen den Stichtag nach hinten verschieben könnten. Der mit Abstand größte Faktor sind CO<sub>2</sub>- Emissionen (60 Prozent), deswegen liegt dort der größte Hebel. Hier einige Beispiele:<BR /><BR />CO2-Preis (Unternehmen, die fossile Brennstoffe in Verkehr bringen, müssen für die verursachten CO<sub>2</sub>-Emissionen Zertifikate kaufen) erhöhen: 63 Tage;<BR /><BR />75 Prozent des Stroms kommen aus CO<sub>2</sub>-armen Quellen (jetzt: 39 Prozent): 26 Tage;<BR /><BR />Autofahrten um 50 Prozent verringern: 13 Tage;<BR /><BR />Halb so viel Fleisch konsumieren: 17 Tage;<BR /><BR />Verschwendung von Lebensmitteln halbieren: 13 Tage;<BR /><BR />350 Millionen Hektar (ungefähr die Fläche Indiens) Wald wieder aufforsten: acht Tage;<BR /><BR />Flugreisen zu touristischen Zielen halbieren: ein Tag.