Mittwoch, 03. Juni 2020

Italien öffnet Grenzen

Endlich ist es soweit. Die Menschen in Italien und Südtirol erlangen ihre Reisefreiheit zurück. Ab Mittwoch ist wieder Mobilität außerhalb der Heimatregion erlaubt. Getrennte Angehörige, die in verschiedenen Regionen leben, können sich wiedersehen. Auch die staatlichen Grenzen sind für Bürger aus europäischen Ländern geöffnet.

Italien öffnet seine Grenzen. Im Bild, Besucher beim Kolosseum in Rom (Archivbild).
Badge Local
Italien öffnet seine Grenzen. Im Bild, Besucher beim Kolosseum in Rom (Archivbild). - Foto: © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE
Nach rund 3 Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen hat Italien seine Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Seit Mittwoch gilt für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz wieder die Reisefreiheit. Eine zweiwöchige Quarantäne für Ausländer, die nach Italien reisen, wurde abgeschafft.

Die Italiener selbst dürfen sich jetzt unbeschränkt im Rahmen der nationalen Grenzen bewegen, was bisher lediglich innerhalb der Heimatregion erlaubt war.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen



Temperatur-Messungen im Zug

Die zurückerlangte Reisefreiheit führt zu einigen Neuigkeiten für Reisende in Italien. So wird ab Mittwoch die Temperatur der Passagiere an Bord von Hochgeschwindigkeitszügen gemessen, berichtete Verkehrsministerin Paola De Micheli. Catering an Bord der Züge ist wieder erlaubt, allerdings werden Speisen und Getränke direkt am Platz serviert.

Staatspräsident Sergio Mattarella, der am Sonntag die vom Covid-19 schwer betroffene Kleinstadt Codogno besuchte, äußerte die Hoffnung, dass die Reisefreiheit auf geregelte Weise und in Sicherheit erfolgen wird.

Die Regionen sind schon längst startbereit. „Natürlich sind mit der Reisefreiheit einige Gefahren für die öffentliche Gesundheit verbunden, doch Italien muss endlich neu starten können“, meinte Stefano Bonaccini, Präsident der Region Emilia-Romagna. Der Präsident Venetiens, Luca Zaia, will mit den Kollegen anderer norditalienischer Regionen ein koordiniertes System öffentlicher Verkehrsmittel organisieren, um einen zu starken Passagierandrang an Bord regionaler Züge zu verhindern. Die Zahl der Passagiere, die mit Atemschutz an Bord der Züge gehen sollen, solle schrittweise aufgestockt werden.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

mit/apa

Schlagwörter: