Freitag, 15. Juli 2016

Ab-in-den-Urlaub-Chef Wagner bei Flugzeugabsturz getötet

Der 38-jährige deutsche Internet-Millionär Thomas Wagner ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der Gründer des Leipziger Internetunternehmens Unister stürzte am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug in Slowenien ab, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Angeblich soll Wagner einen Koffer mit mehreren Millionen Euro in bar bei sich gehabt haben.

Der 38-jährige Internet-Millionär Thomas Wagner ist bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen.
Der 38-jährige Internet-Millionär Thomas Wagner ist bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen. - Foto: © APA/DPA

Zu Wagners Internetunternehmen Unister gehören unter anderem die Portale Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de.

Neben Wagner kamen drei weitere Deutsche ums Leben, wie die slowenische Polizei in Nova Gorica erklärte. Darunter sei der 73 Jahre alte Pilot. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Medienberichten zufolge waren die anderen beiden Opfer 39 und 65 Jahre alt.

Die in den USA registrierte Maschine vom Typ Piper 32 stürzte demnach auf dem Weg von Venedig nach Leipzig in der Nähe der slowenischen Stadt Ajdovscina ab. Der Pilot habe zuvor Vereisungsprobleme gemeldet. Als die Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, fanden sie nur noch das ausgebrannte Wrack der Maschine.

Das slowenische Internetportal Z24 hat davon ein Bild auf Twitter gepostet.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll Wagner beim Absturz einen Koffer mit mehreren Millionen Euro Bargeld bei sich - zwischen einer und vier Millionen Euro. Wagner sei am Mittwoch von Leipzig aus losgeflogen - auch bei der Hinreise soll er schon viel Geld bei sich gehabt haben. Nur die engsten Vertrauten seien über den Venedig-Trip informiert gewesen. Insidern zufolge nahm Wagner zusammen mit einem Unister-Gesellschafter und einem Banker einen Termin mit einem venezianischen Geschäftsmann wahr.

Thomas Wagner hatte Unister 2002 in Leipzig gegründet, als er noch Student war. Zu dem Unternehmen gehören auch die Online-Börse Auto.de, das Nachrichtenportal News.de sowie Shopping.de oder Partnersuche.de. Nach Unternehmensangaben besuchen monatlich mehr als zehn Millionen Internetnutzer die Webseiten. Unister hat nach eigenen Angaben rund 1200 Mitarbeiter und gehört beim Verkauf von Online-Pauschalreisen und Flugtickets zu den Marktführern in Deutschland.

Unister erklärte, das Unternehmen werde die Nachfolge Wagners „sehr zeitnah“ regeln und kommunizieren. Die Geschäftsleitung habe bereits in einer ersten Krisensitzung am Donnerstagabend die Weichen für die Zukunft des Konzerns gestellt.

apa/afp/dpa

stol