Montag, 28. Juni 2021

Ab ins kühle Nass: Wasser in Südtirols Badeseen ist sauber

Ob Fennberg, Kaltern oder Völs: Die Wasserqualität in Südtirols 8 Badeseen ist gut. Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz kontrolliert dies regelmäßig an mehreren Messpunkten in jedem See. Dem Badevergnügen steht nichts im Wege. Einzig der Vahrner See ist aus Sicherheitsgründen gesperrt – dort liegen noch immer Kriegsrelikte.

Der Fennberger See ist einer von 8 Südtiroler Badeseen. - Foto: © LPA/Nadia Franzoni
Südtirols Seen gehören bei den hochsommerlichen Temperaturen dieser Tage zu den beliebtesten Zielen von Einheimischen und Touristen, die Erfrischung suchen. „Die Überwachung aller 8 Badeseen in Südtirol durch die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz hat gezeigt, dass die Wasserqualität auch für diese Badesaison gut sein wird“, sagt Umweltlandesrat Giuliano Vettorato.

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Geprüft wurden der Große und Klein Montiggler See, der Kalterer See, der Völser Weiher, der Wolfsgrubener See, der Felixer Weiher und der Fennberger Weiher. Im Vahrner See ist das Schwimmen jedoch aus Sicherheitsgründen wegen der Beseitigung von Kriegsrelikten weiterhin verboten.




Regelmäßige Proben zur Überwachung der Sauberkeit

Wie jedes Jahr begann die Kontrolle und Überwachung der Badegewässer der Südtiroler Seen im April und dauert bis Ende September. „Alle 3 bis 4 Wochen nehmen wir in den Seen Wasserproben an vorher festgelegten Punkten, die online abgerufen werden können“, erklärt Alberta Stenico, Leiterin des Biologischen Labors der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. „In dem von uns entnommenen Wasser suchen wir nach Bakterien, die auf eine mögliche Verunreinigung fäkalen Ursprungs hinweisen; wir zählen und identifizieren auch Cyanobakterien, die in bestimmten Situationen für Mensch und Tier gefährliche Toxine produzieren können. Auch in diesem Jahr haben die bisher durchgeführten Kontrollen eine äußerst geringe fäkale Verunreinigung in allen unseren Badeseen ergeben.“

Appell an Badegäste: Schutzzonen respektieren

In erster Linie müsse die Einleitung von unbehandeltem oder anderweitig verunreinigtem Wasser in den See verhindert werden, schreibt die Landespresseagentur. Um die ökologische und die Badequalität des Sees zu erhalten, führe das biologische Labor verschiedene Maßnahmen durch. „Wir entfernen zum Beispiel Wasserpflanzen, um dem betroffenen See Nährstoffe zu entziehen und das ökologische Gleichgewicht zu erhalten“, erklärt Stenico, betont aber, dass der Beitrag aller gefragt sei. „Die einzelnen Badegäste können dazu beitragen, die Qualität der Gewässer zu erhalten, indem sie die Schutzzonen respektieren, in denen der Zutritt verboten ist, und indem sie keine Abfälle in das Wasser der Seen werfen“, betont Landesrat Vettorato.

Die Daten der Überwachung der Wasserqualität der Badeseen sind online in Echtzeit verfügbar und können über folgenden Link abgerufen werden: Die Wasserqualität in Südtirols Badeseen.


lpa/stol