„Um Südtirol als Radland zu positionieren, bedarf es eines gemeinsamen Konzeptes und Auftrittes: Das Angebot muss koordiniert und die Städte noch stärker im Südtiroler Radwegnetz eingebunden werden“, betont Klaus Ladinser, Vizebürgermeister von Bozen.Die fünf Südtiroler Städte präsentieren sich mit den neuen radtouristischen Angeboten als Ausgangspunkte, um Land und Leute kennenzulernen. Ab Mai werden die neuen Urlaubspakete von den Tourismusorganisationen vermarktet. Sie beinhalten Unterkunft, Tickets für öffentliche Verkehrsmittel und Museumsbesuche. Gäste können etwa entlang der Strecke von Sterzing nach Bruneck radelnd Schlösser und historische Zentren entdecken, oder Richtung Brenner entlang der ehemaligen Bahntrasse fahren. Im Etschtal kann von Meran nach Bozen zwischen den Apfelbäumen und entlang der Etsch geradelt werden. Die fünf Städte bauen damit das bereits bestehende Angebot für Radtouristen in Südtirol aus. Dazu zählen 32 Bikehotels, insgesamt über 600 Kilometer Radwege, Fahrradverleihe und Reparaturwerkstätten. „Im letzten Jahr wurden in sechs Monaten in Südtirol über 20.000 kombinierte Tickets für Zug und Rad verkauft und die neuen Pakete können einen zusätzlichen Impuls geben“, erklärt Harald Pechlaner, Leiter des EURAC-Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement, der die Städtekooperation seit Beginn wissenschaftlich begleitet.