Freitag, 10. September 2021

Ab Montag freiwillige Nasenflügeltests an den Schulen

Die Unsicherheiten zu den freiwilligen Nasenflügeltests an Südtirols Schulen haben ein Ende. An vielen Schulen wurde mit dem Testen zugewartet, da die offiziellen Richtlinien dafür noch fehlten. Nach einem Schreiben des Sanitätsbetriebes an die Bildungseinrichtungen wird nun ab der kommenden Woche definitiv an allen Schulen des Landes getestet.

Das wird den Schülern bekannt vorkommen: Ab nächster Woche werden wieder die Nasenflügeltests angewandt, allerdings auf freiwilliger Basis.
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Das wird den Schülern bekannt vorkommen: Ab nächster Woche werden wieder die Nasenflügeltests angewandt, allerdings auf freiwilliger Basis. - Foto: © ANNA MÜLLER
Das neue Schuljahr ist noch keine Woche alt – und schon gibt es die ersten Unsicherheiten. Während mancherorts bereits getestet wurde, haben andere Schulsprengel zumindest die Einverständniserklärungen der Eltern eingeholt, und an manchen Schulen wurde man bislang noch überhaupt nicht tätig.

„Zumal es noch kein schriftliches Protokoll, sondern nur mündliche Zusagen vom Sanitätsbetrieb gegeben hat, wollte man in diesen Schulen einfach warten, bis die genauen Details vorliegen“, sagt Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner. Dieses Schreiben ist gestern verschickt worden. Damit sind auch die letzten Zweifel beseitigt. „Ab kommender Woche wird an allen Schulen getestet“, so Falkensteiner.

Durchgeführt werden die Nasenflügeltests auf freiwilliger Basis und von den Kindern und Jugendlichen autonom ohne Unterstützung. „Natürlich sind die Lehrpersonen im Raum, und im Notfall kann den Kindern auch geholfen werden“, betont Falkensteiner. Zwar sind die Ergebnisse nicht für den Grünen Pass gültig, aber dennoch haben Getestete Vorteile: Sollte nämlich in einer Klasse ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet werden, geht der Präsenzunterricht für all jene, die am Nasenflügeltest teilnehmen, weiter. Alle anderen Schüler der Klasse müssen als direkter Kontakt eines Infizierten sofort in Quarantäne.

„Ich bin überzeugt, dass jede Maßnahme, die uns hilft, schnell zu erkennen, wenn irgendwo ein Infektionsfall auftritt, und den Unterricht in Präsenz durchzuführen, genutzt werden sollte“, bricht Falkensteiner eine Lanze für die Tests. Zahlen, wie viele Eltern ihre Kinder dazu angemeldet haben, liegen noch keine vor.

em