Eine Neuerung im neuen Schuljahr steht bereits fest: 1000 Schülerinnen und Schüler nehmen an einem staatlichen Testprogramm teil. <BR /><BR /><BR /><BR />Heute will die Landesregierung über die Screenings in den Schulen entscheiden: Es zeichnet sich ab, dass die Nasenflügeltests zu Schulbeginn noch auf freiwilliger Basis durchgeführt werden sollen – zunächst zweimal die Woche. Schüler, die sich weigern – etwa, weil es die Eltern fordern – müssen nicht in den Heimunterricht.<BR /><BR /> Weiters soll landesweit bei 1000 Schülern pro Woche ein PCR-Speicheltest durchgeführt werden, weil dies der Staat fordert. Und: Es werden flächendeckend Testzentren in den Gemeinden aufgebaut, wo Antigentests angeboten werden.<BR /><BR /><b>„Screening ungeeignet“</b><BR /><BR />Wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann berichtet, hat Rom ein staatsweites Speicheltest-Screening beschlossen für 100.000 Schüler: Für Südtirol fallen damit Speicheltests bei 1000 Schülern pro Woche an. „Wir hätten uns eigentlich mehr erwartet, sagt Bildungslandesrat Philipp Achammer. „Das ist nur ein repräsentativer Ausschnitt pro Region, mehr nicht. Für ein Gesamtscreening, um positive Fälle möglichst schnell zu isolieren und Quarantäne zu vermeiden, ist so ein Screening ungeeignet.“ <BR /><BR />Und: Für solche Speicheltests hat Südtirol wenig Kapazität, außer man rüstet auf, gibt Widmann zu bedenken. Für Speicheltests brauche man die entsprechenden Laborgeräte. Der nächste Nachteil: Das Ergebnis erfährt man erst am nächsten Tag, berichtet Widmann. Und: In solchen Fällen muss bei etwaigen positiven Ergebnissen nachgetestet werden, um sicher zu gehen, wer denn wirklich positiv in der Klasse war. <BR /><BR /><b>Nasenflügeltests kostenlos</b><BR /><BR />Trotz aller Nachteile werden solche Tests aber auch in Südtirol durchgeführt, versichern beide Landesräte. Aber darüber hinaus setze man auch in diesem Schuljahr erneut auf Nasenflügeltests, die inzwischen ja alle validiert sind, sagt Widmann. <BR /><BR />Diese Nasenflügeltests sollen wiederum kostenlos angeboten werden. „Unser Vorschlag lautet, mit zunächst 2 Nasenflügeltests pro Woche anzufangen. Gibt es viele Infizierte, dann sollen 3 Tests gemacht werden und wenn die Infektionslage ruhig ist, dann kann man auch auf einen Test pro Woche zurückfahren“, erklärt Widmann. <BR /><BR />Geimpfte Schüler könne man nicht zu Tests zwingen, sagt Widmann. Und man wisse aus Privacygründen nicht, wer denn geimpft ist. Ob es bei freiwilligen Nasenflügeltests bleiben wird, bleibt aber abzuwarten – wenn sich die Corona-Pandemie stark ausbreitet, kann diese Regel auch wieder verschärft werden und Nasenflügeltests damit zur Pflicht für alle Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen wollen.<BR /><BR /><b>Lehrpersonen müssen zahlen</b><BR /><BR />Fix ist laut Achammer, dass die Lehrer für die Antigentests zahlen müssen – 15 Euro pro Test. Auch die Green-Pass-Kontrolle wird geregelt: Schulführungskräfte oder von ihnen beauftragte Personen werden zunächst die Kontrolle des Grünen Passes vornehmen – mit der entsprechenden App. <BR /><BR />Die Antigentest-Möglichkeiten in Südtirols Gemeinden sollen wieder ausgebaut werden: Nicht in jeder Gemeinde wird es ein Testzentrum geben, vorgesehen ist aber laut Widmann, dass etwa alle 10 bis 15 Kilometer in den Gemeinden ein Testzentrum aufgebaut wird, damit die Bürger nicht zu weite Wege in Kauf nehmen müssen. <BR /><BR /><BR />