Das Ziel, die Tiroler Bevölkerung vor einem Verkehrskollaps zu den Hauptreisezeiten zu schützen, sei über weite Strecken mit diesen Notmaßnahmen erfüllt worden, heißt es von Seiten des Landes.<BR /><BR /> Wenngleich man wisse, dass „es trotz größtmöglich angewandter Sorgfalt nicht immer möglich war, vorab jene Tage zu detektieren, an welchen infolge starken Reiseverkehrs erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen (Stau) zu erwarten waren“, sagt Verkehrslandesrat René Zumtobel. Insbesondere wird beabsichtigt, den zeitlichen Geltungsbereich der Fahrverbote noch enger mit den Ferienterminen in Deutschland abzustimmen.<BR /><BR />Diesem Manko will das Land nun aber aktiv begegnen, wie es in einer Stellungnahme Zumtobels heißt. Nicht nur, dass Behörden und Exekutive bereits sämtliche Tage des diesjährigen Sommer-Fahrverbotskatalogs evaluieren würden. Geplant ist auch, die Fahrverbotsdauer künftig noch enger auf die Ferien-Termine in Deutschland abzustimmen. Womöglich aber auch mit jenen in den Niederlanden. <h3> Ähnlich wie bei den Lkw</h3>Somit solle sich der Pkw-Fahrverbotskatalog jenem Pendant annähern, für welches bei Lkw bereits gute Erfahrungswerte vorliegen würden: Die Rede ist vom Lkw-Dosierkalender. Also den Blockabfertigungstagen. Diese, so heißt es aus Zumtobels Büro, seien eng mit den Feiertagen und reiseintensiven Wochenenden in Deutschland, Österreich und Italien gekoppelt. Für Pkw sei selbiges ein komplizierteres Verfahren, weil es schließlich kein „Pkw-Feiertags-Fahrverbot“ gebe. <BR /><BR />Im Gegenteil: Rund um Feiertage staut es sich bekanntlich im Pkw-Verkehr am Fernpass, rund um Kufstein, am Einfallstor Achensee sowie am Fernpass besonders gerne. Diese „Stau-Quellmärkte“ sollen nun besonders vertieft analysiert werden, um sensible Reisetage besser in die Tiroler Pkw-Fahrverbotsmaßnahmen einzuarbeiten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="973894_image" /></div> <BR /><BR />Noch zuvor wird in den kommenden Wochen im Bereich Achenwald (Gemeinde Achenkirch) ein neuer Standort für eine Pkw-Dosierampel definiert, sagt Zumtobel. So, wie derartige Systeme bereits im Großraum Kufstein in den Wintermonaten ihre Dienste verrichten. Neu hinzukommen werden auch 3 LED-Tafeln im Bezirk Reutte, welche die teils noch händisch montierten Verbots-Zusatztafeln ersetzen sollen. Die damit möglichen, frei programmierbaren Wechseltexte sollen die Verkehrsteilnehmer schneller und effektiver informieren. Überzeugen die LED-Tafeln, sollen diese in weitere Verbots-Bezirke ausgedehnt werden.<BR /><BR />In einem Antrag, der diese Woche im Landtag behandelt wird, fordert die Liste Fritz die Ausdehnung der sommerlichen Pkw-Fahrverbote auch auf den Bezirk Schwaz. Dort gelten sie derzeit nur im Winter. Haselwanter-Schneider begründet dies u.a. damit, dass auch im Zillertal der Sommertourismus steige. Schon diesen Sommer habe es fallweise kilometerlange Staus gegeben. Und auch in Anbetracht der ab 2024 geplanten, mehrjährigen Sanierung des Brettfalltunnels sei der Handlungsbedarf akut.<BR /><BR />Auf Nachfrage der „Tiroler Tageszeitung“ heißt es aus Zumtobels Büro, dass man zunächst eine mögliche Beschlussfassung im Landtag abwarten wolle. Darüber hinaus seien die Verkehrszahlen genau zu analysieren.<BR /><BR />INFOS IN KÜRZE<BR /><BR />Winter-Verbote<BR /><BR /><b>Dauer:</b> Die Landesregierung aktiviert ab 23. Dezember 2023 bis 1. April 2024 die Winterfahrverbote für Pkw auf einem genau definierten niederrangigen Straßennetz in den Bezirken Reutte, Schwaz und Kufstein. Diese gelten jeweils an den Wochenenden und Feiertagen von 7 bis 19 Uhr.<BR /><BR /><b>Betroffene Gebiete und Nutzer:</b> Eine Übersicht über die Abfahrverbote ist <a href="https://www.tirol.gv.at/verkehr/verkehrs-und-seilbahnrecht/fahrverbote-an-reisetagen-1/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">HIER</a> zu finden. Diese gelten nur für den transitierenden Ausweichverkehr. Ziel- und Quellverkehrs sind davon ausgenommen.<BR /><BR /><b>Kontrolle:</b> Polizei und Straßenaufsichtsorgane werden die Verbote überwachen.<BR /><BR />