Freitag, 17. November 2017

Abfallvermeidung: „Gib Dingen ein zweites Leben“

„Gib Dingen ein zweites Leben“ lautet das Motto der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ 2017, die am morgigen Samstag startet. Vom 18. bis 26. November 2017 lenkt die achte „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ die Aufmerksamkeit auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

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Foto: © shutterstock

Die SEAB beteiligt sich mit einem Infostand im Shopping-Center Centrum in der Bozner Galvanistraße und einer webgestützten Sensibilisierungskampagne.  

Am Freitag 24. November von 15 bis 19.30 Uhr informiert der von SEAB in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Gemeinde Bozen, Legambiente, WWF, dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz, dem Verein Ambiente e Salute und der Umweltgruppe Retake Bolzano betreute Stand über den nachhaltigen Umgang mit Produkten und die Vermeidung von Abfällen. 

Im Shopping-Center Centrum werden die SEAB, die Gemeinde Bozen sowie die Umweltorganisationen neue Projekte und Ideen vorstellen, wie etwa den Bau von Nistkästen und Futterplätzen für Vögel und Fledermäuse aus wiederverwerteten Holz, die in mehreren Südtiroler Gemeinden eröffneten Repair Cafés, die zeigen möchten, dass Reparieren sehr viel Spaß macht und – auch für Nicht-Fachleute - ziemlich einfach ist. 

Unterstützt wird diese Aktion von einer Sensibilisierungskampagne im Internet: Auf Facebook und auf der eigenen Homepage (www.seab.bz.it) postet SEAB vom 18. bis zum 26. November viele Tipps und Tricks zur Abfallvermeidung in der Freizeit, bei der Arbeit, beim Einkaufen, im Bad, in der Küche – und bei den Weihnachtsgeschenken.

Ressourcenschutz beschäftigt 700 Schüler

Auch rund 700 Südtiroler Schüler setzen sich im laufenden Schuljahr mit dem Thema Ressourcenverbrauch und Ressourcenschutz auseinander: Der Workshop REdUSE ist Teil des Umweltbildungspaketes Umwelt.Schule der Landesagentur für Umwelt.

Worum es bei dem zweistündigen Workshop für Schulklassen der 3. Klasse Mittelschule und der Ober- bzw. Berufsschule geht, verrät bereits der Titel, der sich aus „Reduce“ (verringern) und „Reuse“ (weiterverwenden) zusammensetzt. „Mit einer Entnahme von rund 60 Milliarden Tonnen jährlich verbraucht der Mensch heute um etwa 50 Prozent mehr Ressourcen als noch vor 30 Jahren. Viele Ressourcen sind ernsthaft bedroht, übernutzt zu werden oder gar zu versiegen. Die Ressourcenfrage ist damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, heißt es dazu aus der Umweltagentur. Wenn jeder seinen Beitrag zum Ressourcenschutz leiste, könne viel erreicht werden.

Zu Beginn des Workshops wird eine Kurzfassung des Films „REdUSE - weniger ist mehr“ gezeigt, den die Landesagentur für Umwelt in Zusammenarbeit mit Global 2000 und der Organisation Multivision bereits 2013 nach Südtirol gebracht hatte. Im Anschluss beschäftigen sich die Schüler mit konkreten Themenbereichen (zum Beispiel Kleidung) und erarbeiten anhand lokaler Beispiele (Weltläden, Second-Hand-Portale, Tauschmärkte) Lösungsvorschläge für einen nachhaltigen Lebensstil.

lpa/stol

stol