Es fehle zwar nicht am Willen, sagt Landesrätin Magdalena Amhof, wohl aber an Berechnungen, an Geld, das vorzustrecken ist, und an Personal zur Aufarbeitung. <BR /><BR />Öffentliche Angestellte warten im Regelfall zwei Jahre auf ihre Abfertigung. Für die Mitarbeiter des Landes soll es ab April schneller gehen. 30 Mio. Euro sind im Landeshaushalt ausgewiesen, um den eigenen Mitarbeitern schneller zum Geld zu verhelfen. War ursprünglich von 60 Tagen die Rede, so hat man sich gestern darauf geeinigt, dass das Geld, welches das Land für das NISF/INPS vorstreckt, innerhalb von 90 Tagen ausbezahlt werden soll. <h3> Manche kommen schneller zum Zug</h3>Anspruchsberechtigt sind viele, aber nicht alle: Wer in Altersruhestand tritt oder den Dienst wechselt, kommt schneller zur Abfertigung. „Die Vorzugsschiene greift aber nicht für jene, die aufgrund von Sonderbestimmungen mitunter vorzeitig in Pension gehen. Das lässt der Staat nicht zu“, so Landesrätin Magdalena Amhof. <BR /><BR />Ein entsprechender Vertrag soll noch im Jänner mit den Gewerkschaften im BÜKV unterzeichnet werden. „Festzulegen ist mit den Gewerkschaften, wer zuerst an die Reihe kommt, denn wir haben nicht nur neue Gesuche, sondern auch viele alte Anträge in der Pipeline, weshalb es eine Prioritätenliste braucht“, meint Amhof.<h3> Amhof lässt sich nicht einbremsen</h3>Beim Treffen am Mittwoch waren alle Körperschaften im bereichsübergreifenden Vertrag zugegen. „Alle haben inzwischen ihr Interesse bekundet, für ihre Mitarbeiter mit jenen des Landes gleichzuziehen“, so Amhof. Allerdings erst jetzt, nachdem das Land an seinem Projekt bereits über zwei Jahre arbeite. <BR /><BR />„Ich lasse mich jetzt bei den Landesangestellten nicht einbremsen“, stellt Amhof klar. Die Türen des Landes seien offen. Aber: Noch fehlen für andere Körperschaften wie Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Sanitätsbetrieb jedoch genaue Berechnungen für die anfallenden Kosten. Auf den ersten Blick scheint es ein Nullsummenspiel, weil das Geld ja irgendwann vom NISF/INPS kommt. „Tatsächlich aber ist es vorzustrecken, wohl vom Land“, so Amhof. Vor allem im Gesundheitswesen wird mit großen Summen gerechnet, da die Abfertigung von Primaren und Oberärzten ungleich höher ausfällt, als bei „normalen“ Mitarbeitern. Bei den Gemeinden könnte zudem eine gesetzliche Änderung nötig sein, denn sie sind rechtlich bei der Region angesiedelt.<h3> Einige müssen noch warten</h3>Fazit: „Wir starten mit den Landesangestellten, erproben es und sind Wegbereiter für alle anderen“, so Landesrätin Amhof. Die Landesverwaltung habe zwei Jahre am Vorhaben gebastelt. „So lange wird es für die anderen Bereiche hoffentlich nicht dauern, denn inzwischen ist mit dem INPS alles geklärt“, so Amhof. Sie erinnert aber daran, dass das Land für die schnelle Abwicklung nicht nur Geld zweckgebunden, sondern auch Personal aufgenommen hat. „Da ist viel aufzuarbeiten.“ Eben dieses Personal müssten auch die anderen Körperschaften erst aufnehmen, bis es losgehen kann. Die schnelle Abfertigung winkt also für die ersten schon bald, alle anderen müssen aber warten.