Sonntag, 01. November 2015

Abgestürztes Flugzeug brach schon in der Luft auseinander

Das in Ägypten abgestürzte russische Passagierflugzeug mit 224 Menschen an Bord ist nach Angaben russischer Ermittler schon in der Luft auseinandergebrochen.

Nur noch Trümmer sind von der abgestürzten Maschine übrig.
Nur noch Trümmer sind von der abgestürzten Maschine übrig. - Foto: © APA/Reuters

Die Zerstörung ist in der Luft geschehen. Aber es ist zu früh für Schlussfolgerungen“, sagte Viktor Sorotschenko von der Untersuchungskommission am Sonntag.

Auf der Sinai-Halbinsel seien die Trümmer des Airbus A321 auf einer Fläche von 20 Quadratkilometern verstreut, sagte er russischen Agenturen zufolge. Bei dem Unglück waren 224 Menschen gestorben.

Das Flugzeug war nach dem Start in Scharm el Scheich am Samstag vom Radar verschwunden. Die meisten Fluggäste der Maschine nach St. Petersburg waren russische Urlauber.

„La Stampa“: Unfall oder Attentat – der Zweifel bleibt

Zum Absturz schreibt die Turiner Tageszeitung „La Stampa“: Die Luftkatastrophe über dem Sinai hat noch keine technische Erklärung, und das reicht aus, dass das Gespenst des dschihadistischen Terrorismus um den Tod der 224 Passagiere des in Scharm el Scheich Richtung Sankt Petersburg gestarteten Fluges weht. Die ägyptischen Retter sahen sich einem in zwei Teile zerrissenen Flugzeug gegenüber mit vielen Opfern, die noch angeschnallt waren: In Erwartung des Urteils der Flugschreiber kann keine Hypothese ausgeschlossen werden.

Umso weniger, als dass der Islamische Staat (IS) die Urheberschaft des Massakers für sich beansprucht und von einer “Rache gegen Russland, das uns in Syrien bombardiert„ spricht. Die Terroristen hätten mit einer Boden-Luft-Rakete zuschlagen können, falls das Flugzeug, weil in Schwierigkeiten, von seiner Flughöhe abkam, oder mit einem Selbstmordattentäter. Die Zweifel bringen Lufthansa und Air France dazu, ihre Flüge über dem Sinai auszusetzen, einer sogar in den Lüften hochgefährliche Wüste.

dpa

stol