Donnerstag, 16. April 2020

Arm abgetrennt – Ärzte warnen vor gefährlichen Arbeiten

Bereits vergangene Woche hat sich ein folgenschwerer Unfall im Hochpustertal ereignet, bei dem einem 30-jährigen Mann der linke Arm bei Holzarbeiten komplett abgetrennt wurde. Die Ärzte mahnen: gefährliche Tätigkeiten sollten gerade in diesen Zeiten vermieden werden.

Im Einsatz stand der Rettungshubschrauber Pelikan 2.
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Im Einsatz stand der Rettungshubschrauber Pelikan 2. - Foto: © HELI Flugrettung
Der Verunglückte konnte selbstständig den Notruf absetzen, es bestand aber akute Lebensgefahr, da der Patient zu verbluten drohte. Der Patient war unter einem Wurzelstock eingeklemmt worden und wurde vor Ort vom Rettungsteam des Pelikan 2 erstversorgt.

Erst nach eineinhalb Stunden konnte der Mann vom Rettungsteam des Pelikan 2 und dem Notarzt Hartmann Kainz gemeinsam mit der lokalen Feuerwehr und der Bergrettung befreit werden.

Der Patient wurde in der gleichen Nacht noch am Krankenhaus Brixen vom Team der Gefäßchirurgie um Daniel Zipponi und dem Team der Plastischen Chirurgie um Lorenz Larcher gemeinsam notoperiert. Der Arm jedoch konnte nicht mehr gerettet werden.

Die Ärzte enthalten sich jeder weiteren Prognose. Und sie warnen: Aufgrund der derzeit allgemein reduzierten Kapazitäten, insbesondere der Operationskapazitäten im Südtiroler Sanitätsbetrieb, sollten gefährlichen Tätigkeit in Zeiten der Coronavirus-Krise unterlassen oder – wenn überhaupt – mit größter Vorsicht angegangen werden.

stol