Über 20 Jahre lang wurde über eine neue Landesbibliothek diskutiert und debattiert – immer wieder wurde der Bau verschoben. Mit dem jetzt gestarteten Abriss der alten Pascoli-Oberschule in der Longonstraße endet die lange Hängepartie.<BR /><BR /><BR /><BR />„In der ersten Bauphase bis Dezember wird ein Großteil der ehemaligen Pascoli-Schule abgerissen“, erklärte der zuständige Landesrat Christian Bianchi am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an der Baustelle. Lediglich ein Teil der Fassade am ehemaligen Haupteingang bleibt erhalten und wird in den Neubau integriert. „Im Dezember beginnt dann der Aushub der großen Baugrube, der bis März 2027 dauern wird. Anschließend starten die Arbeiten für den eigentlichen Neubau der Landesbibliothek“, sagte Bianchi. Das ehemalige Schulgebäude gehört der Gemeinde Bozen, das Land ist Bauherr. Der Neubau wird dann Land und Gemeinde gemeinsam gehören.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1360605_image" /></div> <BR /><BR />Der Abtransport des beim Abriss und dem Aushub anfallenden Materials erfolgt mit Lkw über den Mazziniplatz und die Achse Italienallee–Romstraße. <BR /><h3> „Schutz von Fußgängern und Radfahrern rund um Baustelle prioritär“</h3><BR />„Die derzeitige Neugestaltung der Kreuzung am Mazziniplatz erfolgt auch aus diesem Grund“, unterstrich Bürgermeister Claudio Corrarati gestern vor Ort. An der Ecke zwischen Freiheitsstraße und Italienallee wird eine verankerte Betonbarriere errichtet, um Fußgänger und Radfahrer zu schützen. Der Zebrastreifen in der Freiheitsstraße wird um einige Meter nach hinten verlegt. Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind für den Fuß- und Radweg zwischen der Longon- und der Freiheitsstraße geplant. Dort wird zwar auch samstags und sonntags gearbeitet, an den beiden Tagen werden aber keine Schwerfahrzeuge auf die Baustelle fahren. Die Arbeiten finden dann stets nur im Innenbereich der Baustelle statt, wofür keine Lkw nötig sind. Corrarati betonte, dass der Neubau in einem „Stadtviertel mit Problemen“ entstehe, deshalb wünsche er sich, dass die neue Bibliothek zum Aufschwung der Zone beitrage. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1360608_image" /></div> <?Uni SchriftStil="0" SchriftArt="QuadraatSans" SchriftGroesse="7pt" Vorschub="10,2pt" SchriftWeite="100ru" SatzArt="0"> <?TrVer> <?Uni Kapitaelchen="100ru"> <?_Uni> <?PH PHFormat="$($IptcQue$/)"_> <?PH PHFormat="$($IptcAN)"_> <?_Uni> <BR /><BR /><BR />Die Arbeiten am neuen Bibliothekenzentrum sollen drei Jahre dauern. Dafür sind 103 Millionen Euro veranschlagt. Im Zentrum werden die drei großen Bibliotheken der Stadt unter einem Dach vereint, und zwar die Landesbibliothek „Dr. F. Teßmann“, die Stadtbibliothek „C. Battisti“ und die italienische Landesbibliothek „Claudia Augusta“, die Mediatheken und ein Zentrum zum Schutz der Minderheiten und der Autonomie. „Gerade in Zeiten der Kriege und der Unsicherheit ist diese Bibliothek für alle drei Sprachgruppen ein Modell für das friedliche Zusammenleben“, unterstrich Landesrat Bianchi abschließend.