„Dies würde aber nur einem geringen Teil der Bevölkerung zugute kommen, darunter jene, die ein geringeres Einkommen erklären können wie Handwerker, Kaufleute und Bauern“, kritisiert die Gewerkschaft SGBCISL.Sie fordert, dass der Zuschlag vollständig abgeschafft wird. „Dies wäre ein wichtiges Signal für die Arbeitnehmer und Rentner, die für den Großteil der Ein¬kommenssteuer aufkommen. Diese Steuer¬erleichterung würde dazu beitragen, den fortschreitenden Kaufkraftverlust von Löhnen und Renten einzubremsen. Für die durch¬schnittliche Familie würde der Steuervorteil immerhin mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen“, heißt es in einer Presseaussendung. Insgesamt blieben pro Jahr rund 60 Millionen Euro mehr in den Taschen der Bevölkerung, was den Konsum und somit den gesamten Wirtschaftskreislauf ankurbeln und indirekt über die Mehrwertsteuer neue Steuereinnahmen für das Land bedeuten würde. Die durch die Abschaffung entstehende 60-Millionen-Euro-Haushaltslücke könne durchaus geschlossen werden. „Eine Tourismusabgabe von einem Euro pro Übernachtung zu Lasten der Urlaubsgäste, wie sie in anderen Tourismusregionen üblich ist, würde bereits die Hälfte der entgangenen Haushaltsmittel wieder einbringen. Weitere Maßnahmen, etwa die Anhebung der Irap für Banken und Versicherungen, die Erhöhung der Kfz-Steuer für große Pkws und Einsparungen bei den Lokalfinanzen würden die gesamte Finanzierung komplettieren“, schlägt die Gewerkschaft SGBCISL vor.