Einzige Nachricht: Das Innenministerium hat dem Sonderkommissar für Gefängnisse mitgeteilt, dass das Abschiebe-Zentrum in Bozen Süd Platz für 20 bis 25 straffällige Migranten bieten soll. <BR /><BR />Die Trentiner Landesregierung hat am Freitag den Kauf des Visintainer Hofes in der Örtlichkeit Piedicastello bei Trient beschlossen. 1,27 Mio. Euro lässt man sich das 2.700 Quadratmeter umfassende Areal längs der Brenner-Staatsstraße kosten. „Damit ist die wichtigste Voraussetzung für das erste Abschiebe-Zentrum im Trentino geschaffen“, betont Landeshauptmann Maurizio Fugatti. <BR /><BR />In den kommenden Wochen werden die Baumaschinen auffahren. Mit Beginn des Jahres 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. Und zwar als Teil eines Abkommens, das Fugatti Ende Oktober mit Innenminister Matteo Piantedosi unterzeichnet hat und das nicht nur ein Abschiebe-Zentrum für straffällige Migranten beinhaltet, sondern auch die Halbierung der Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen, die Rom jährlich der Provinz Trient zuweist.<h3> In Südtirol tappt man im Dunkeln</h3>In Südtirol tappt man hingegen immer noch im Dunkeln. Grund ist die logistische Koppelung des Abschiebe-Zentrums an den geplanten Standort für das neue Gefängnis in Bozen Süd. Dessen unendliche Geschichte nahm vor einigen Monaten eine Wendung, als der Staat einen Sonderkommissar für den Bau von Gefängnissen einsetzte. Der neue Kerker in Bozen soll bekanntlich deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich geplant, weshalb auf demselben Areal noch genügend Raum für die Unterbringung des Abschiebe-Zentrums wäre.<BR /><BR />Allerdings mahlen die römischen Mühlen langsam. Sonderkommissar Marco Doglio ist derzeit „Dolomiten“-Informationen zufolge dabei, die Vorgaben der Ministerien einzusammeln. Das Innenministerium soll ihm beschieden haben, dass das Abschiebe-Zentrum 20 bis 25 Personen aufnehmen soll.<BR /><BR />Nach wie vor offen ist jedoch, für wie viele Insassen das neue Gefängnis errichtet wird. Weniger als 200, aber wie viel weniger? Darauf muss das Justizministerium erst eine Antwort geben. „Wir warten leider noch immer auf Nachricht aus Rom – und drängen regelmäßig darauf“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Jetzt, wo die Trentiner flockig an Südtirol vorbeiziehen, wohl noch mehr.