Eltern, Geschwister, Freunde und viele weitere Menschen waren gekommen, um den kleinen Adan auf seinem letzten Weg zu begleiten. Die große kurdische Gemeinschaft erinnerte mit Fotos an den kleinen Jungen, viele hielten rote Rosen in den Händen. Fotos erinnern an den kleinen Adan. - Foto: DLifeAn den Trauerfeierlichkeiten und Gebeten nahmen auch der Verein SOS Bozen, der die Familie von Adan nach dem schweren Schicksal betreut, die Alexander-Langer-Stiftung und viele weitere Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit teil.Ebenso am Bozner Friedhof vertreten waren der Landesrat Richard Theiner und der Bozner Stadtrat Sandro Repetto. Die kurdische Gemeinschaft im Gebet für Adan. - Foto: DLifeHerzzerreißende Szenen spielten sich ab, als Adans Sarg zu Grabe getragen wurde. Seine Mutter war untröstlich und vom Schmerz schwer gezeichnet.Tragischer und vermeidbarer Tod eines KindesEine Woche lang hatte die Kurden-Familie, die Anfang Oktober aus Schweden mit dem Zug nach Südtirol gereist war, vergeblich nach Unterkunft gesucht.Zwar versuchten soziale Vereine wie „SOS Bozen“ die Familie unterzubringen, es gelang ihnen jedoch immer nur Nacht für Nacht. Etwa eine Woche nach der Ankunft kam es bei einem Besuch in der Quästur zu einem Unfall, bei dem Adan aus seinem Rollstuhl stürzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste.In der Nacht darauf, am Sonntag, 8. Oktober, starb der 13-Jährige, der an Muskeldystrophie litt, an einer schweren Infektion. Erst über einen Monat später konnte die Autopsie vorgenommen werden, doch auch diese brachte die genaue Todesursache nicht ans Licht.stol