Montag, 13. Juli 2015

Abschlussprüfungen: Erfolgsquote von über 95 Prozent

Nicht Goethe oder Google, sondern beides gehört zur Bildung von heute: Über 4.000 Mittelschüler und 3.000 Maturanten haben an den deutschsprachigen Schulen die Abschlussprüfung abgelegt. Die Durchfallquote ist gering. Die Matura an den Berufs- und Fachschulen als größtes Novum hat sich bewährt.

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Foto: © shutterstock

Die Schullandesräte Philipp Achammer, Christian Tommasini und Florian Mussner sowie die drei Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Nicoletta Minnei und Roland Verra haben am Montag die Daten zum Schuljahr 2014-2015 vorgestellt. 

Mittelschulen: Mehr Schüler bestehen Prüfung

Bei den Abschlussprüfungen der Mittelschulen mit deutscher Unterrichtssprache hat sich der Prozentsatz der Schüler, welche die Abschlussprüfung bestanden haben, im Vergleich zum Vorjahr abermals leicht erhöht und liegt nun bei 98,61 Prozent (98,46 % im Schuljahr 2013/2014 und 98,35 % im Schuljahr 2012/2013).

 

Die Schullandesräte und Schulamtsleiter stellten heute die offiziellen Daten zum Schuljahr 2014/2015 vor. Foto: LPA/me

Nicht zur Prüfung zugelassen wurden 1,39 Prozent, was praktisch dem Prozentsatz des Vorjahres entspricht (1,40 % im Schuljahr 2013/2014 und 1,49 % im Schuljahr 2012/2013). Insgesamt 4.113 Schüler haben die Abschlussprüfung bestanden.

Oberschulen: Mehr Schüler zugelassen

Bei den Abschlussprüfungen der Oberschulen (Matura) mit deutscher Unterrichtssprache ist die Zahl der Kandidaten, die nicht zur Abschlussprüfung zugelassen wurden, auf 1,69 Prozent zurückgegangen (2,04 % im Schuljahr 2013/2014 und 1,72 % im Schuljahr 2012/2013).

Insgesamt haben 2.733 Schüler (98,03 %) die Prüfung bestanden.

Berufs- und Fachschulen: 317 Kandidaten bestehen

Erstmals haben auch an den Südtiroler Berufs- und Fachschulen maturaführende Lehrgänge stattgefunden. Daran haben insgesamt 334 Schüler teilgenommen. Zur Prüfung nicht zugelassen wurden 15 Kandidaten (4,49 %). Bestanden haben die Abschlussprüfung 317 Kandidaten (94,91 %). 

"Die Einführung der Berufsmatura ist ein Meilenstein in der Schulentwicklung", erklärte Landesrat Achammer, "dadurch eröffnen sich den Absolventinnen und Absolventen der Berufs- und Fachschulen neue Möglichkeiten und Chancen. 

Nicht Goethe oder Google, sondern beides

"Die Frage, die wir uns an der Schule stellen müssen lautet nicht 'Goeteh oder Google?', sondern wie wir beides verbinden können", betonte Landesrat Florian Mussner. 

"Auch dieses Jahr ist es wieder gelungen, zahlreiche Jugendliche zu einer Qualifikation zu führen", freute sich Landesrat Philipp Achammer, "dies ist gerade in der heutigen Zeit aufgrund der konstant hohen Jugendarbeitslosigkeit besonders wichtig. Als besonders positiv ist zu bewerten, dass der Schulabbruch in Südtirol deutlich niedriger ist, als in anderen Regionen Italiens."

stol

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