Dienstag, 03. November 2015

Absturz über Sinai: Was wir wissen - und was nicht

Auch drei Tage nach dem Absturz eines russischen Ferienfliegers über dem Sinai sind viele Fragen offen. Eine Übersicht darüber, was wir wissen – und was nicht:

Foto: © APA/AFP

WAS WIR WISSEN:

- Flug KGL 9268 der sibirischen Fluggesellschaft Kolavia stürzte am Samstagmorgen kurz nach dem Start in Scharm el Scheich in einer Wüstengegend der ägyptischen Sinai-Halbinsel ab.
- Die Maschine verlor in weniger als einer Minute massiv an Geschwindigkeit und sackte abrupt ab. Alle 224 Insassen starben.
- Die Trümmer sind laut russischen Behörden über eine große Fläche verteilt. Dies könnte auf ein Zerbrechen in der Luft hindeuten.
- Es scheint entgegen ersten Berichten bis zum Unglück keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gegeben zu haben. Auch das Wetter war gut.

 

 

WAS WIR NICHT WISSEN:

- Die zentrale Frage: Was hat die Katastrophe verursacht?
- Ein möglicher technischer Defekt ist unklar.
- Ermittlerkreise berichten von ungewöhnlichen Geräuschen, die die Flugschreiber aufzeichneten. Worauf diese hindeuten, blieb zunächst offen.
- Die Rolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist unklar. Experten zweifeln an der Echtheit eines Bekennerschreibens.
- US-Sicherheitsexperten schließen nach der Analyse von Satellitenfotos aus, dass die Maschine abgeschossen worden sein könnte. Und: US-Satelliten hätten zum Zeitpunkt des Absturzes einen Hitzeball über dem Sinai verzeichnet. Ist das ein Widerspruch?
- War der Airbus 321 in Ordnung? Die Fluggesellschaft Kolavia bestätigt das. Russische Medien sprechen dagegen davon, dass die 18 Jahre alte Maschine bei einer Landung in Kairo 2001 beschädigt worden sei. Trotz der Reparatur sei das Teil eine Schwachstelle geblieben.

dpa

stol