Dienstag, 30. Juli 2019

Absturz von Militärflugzeug in Pakistan fordert 17 Tote

Bei einem Flugzeugabsturz in Pakistan sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mehr als 10 weitere Menschen verletzt, als das kleine Flugzeug am Dienstag in der Stadt Rawalpindi abstürzte. Die Maschine zerschellte demnach in einem Wohngebiet von Rawalpindi nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Soldaten an der Unfallstelle Foto: APA (AFP)
Soldaten an der Unfallstelle Foto: APA (AFP)

Bei den bisher geborgenen Toten handle es sich um 12 Zivilisten, 2 Piloten und 3 weitere Besatzungsmitglieder, berichtete das Nachrichtenportal „The News” unter Berufung auf Armeeangaben. Rawalpindi liegt nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Durch die Explosion an der Absturzstelle seien mehrere angrenzende Häuser in Flammen aufgegangen.

Das Flugzeug befand sich dem Bericht zufolge auf einem routinemäßigen Übungsflug. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

Pakistans Militär ist insbesondere im Kaschmir-Konflikt mit Indien engagiert. Seitdem das frühere Britisch-Indien im Jahr 1947 unabhängig und in Indien und Pakistan geteilt wurde, streiten die beiden Länder um die Herrschaft über das Himalaya-Gebiet Kaschmir. Beide beherrschen jeweils einen Teil; ein weiterer Teil Kaschmirs gehört zu China.

Immer wieder kommt es im indischen Teil zu Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Separatisten, die eine Abspaltung des überwiegend muslimischen Kaschmirs vom mehrheitlich hinduistischen Indien wollen. Indien wirft Pakistan vor, islamistische Kämpfer im indischen Teil zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies.

US-Präsident Donald Trump hatte vor einer Woche angeboten, im Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan zu vermitteln. Wenn er helfen könne, wolle er gern Vermittler sein, sagte Trump am 22. Juli bei einem Treffen mit dem pakistanischen Premierminister Imran Khan in Washington. Nur der mächtigste Staat der Welt könne die beiden Länder zusammenbringen, sagte er.

Die indische Regierung wies später aber Angaben von US-Präsident Donald Trump zurück, Neu Delhi habe ihn um Vermittlung im Kaschmir-Konflikt mit Pakistan gebeten. Am Wochenende kündigte sie an, weitere 10.000 Soldaten für Einsätze gegen Aufständische in den von ihr kontrollierten Teil der Unruheregion Kaschmir entsenden.

apa/dpa/ag.

stol