Sowohl die Rutschung als auch die neuen Risse, die am Mittwoch im Hang entdeckt worden waren, seien unter Kontrolle, so De Grandi.Am heutigen Donnerstag werde man nun damit fortfahren, weitere elektronische Sensoren am von Erdrutsch betroffenen Bereich anzubringen. Diese sollen dann eine stetige Kontrolle des Hangs und seiner Bewegungen ermöglichen.Dass der Hang auch weiterhin die Nacht über beleuchtet werde, teilten Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren mit. Nötig machten dies vor allem die Arbeiten an der neuen Zufahrtsstraße, die derzeit ohne Unterbrechung im Gange sind.Zufahrtsstraße bis Sonntag fertigDie Zufahrt nach Oies soll spätestens am Sonntag fertig sein, freute sich Abteis Vizebürgermeister in der Donnerstag-Ausgabe der „Dolomiten“ (STOL hat berichtet).Auch bei der Sitzung am Donnerstag wurde festgehalten, dass die provisorische Straße nach Sotrù, Oies, Rainé und Cianacëi voraussichtlich am Sonntag fertig sei.Häuser werden komplett zerstörtDer Ingenieur Franz Miribung teilte auf der Sitzung am Donnerstag mit, dass einige der Familien, deren Häuser vom Erdrutsch zerstört worden waren, bereits zahlreiche Gegenstände aus den kaputten Gebäuden holen konnten.Die Häuser würden dann definitiv abgerissen, um einen plötzlichen Einsturz zu vermeiden. Nicht gefunden wurden die Öltanks, die wahrscheinlich von der Mure mitgerissen wurden."Sie sind aber nur dann eine Gefahr, wenn Öl austreten sollte", betont die Gemeinde Abtei in einer Aussendung. Gader: Rohre ausgetauschtDie Rohre an der Gader sind mittlerweile durch neue ersetzt worden. Die alten Rohre, sie waren im Laufe des Wochenendes verlegt worden, seien komplett vom Gewicht und dem Druck der Erdlast zerstört worden, so Geologen am Donnerstagmorgen.Die neuen Rohre seien um einiges resistenter. Weitere Probleme sollten also nicht auftreten, hieß es.Psychologische Unterstützung für BetroffeneOb noch weitere Bäume gefällt werden müssen, soll am Freitagvormittag geprüft werden.Ebenso müsse man sich mit der Tatsache befassen, dass mit der einsetzenden Wintersaison der Verkehr im Tal zunehmen und deshalb ein verstärkter Einsatz der Carabinieri von Nöten sein werde, so die Gemeinde Abtei in der Aussendung.Am 29. Dezember gebe es für Betroffene die Möglichkeit, bei einem Psychologen Rat zu suchen. Zudem biete das Weiße Kreuz rund um die Uhr psychologische Unterstützung an.stol