Am Morgen des Stephanstags haben sich in Abtei zum wiederholten Male Gemeinde und Experten zu einer Sitzung getroffen. Thema dabei war die aktuelle Lage am Hang in Abtei.Besondere Sorgen haben in den vergangenen Tagen die warmen Temperaturen bereitet: Ein weiteres Abrutschen des Hangs in die Gader wurde dadurch befürchtet.Die Freiwilligen Feuerwehren seien deshalb, zusammen mit der Landesgeologin Verena Larcher, zu einer Inspektion am Bach aufgebrochen. Man habe jedoch nichts Ungewöhnliches ausmachen können, heißt es in der Pressemitteilung zur Sitzung.Kleinere Bewegungen oberhalb von SotrùEbenso ein Thema auf der Sitzung war die aktuelle Lage im Weiler Sotrù.Oberhalb davon waren elektronische Messpunkten angebracht worden, um die Bewegungen der Rutschung genau unter Kontrolle behalten zu können.„An sechs von elf Messpunkten haben wir in den letzten 24 Stunden Bewegungen von circa einem Zentimeter festgestellt“, so die Forstwache bei der Sitzung. Jedoch sei dies kein Grund zur Sorge.An den übrigen fünf Messpunkten habe es keine Bewegung gegeben.Bürger besorgt über Risse in MauernAbteis Bürgermeister Iaco Frenademetz machte hingegen darauf aufmerksam, dass sich einige Bewohner der Häuser, die sich nahe an der Rutschung befinden, besorgt über Risse in den Mauern gezeigt hätten.Bei einem Lokalaugenschein hätten die Geologen festgestellt, dass die Risse durch andere Bewegungen des Bodens, unabhängig von der Rutschung, entstanden seien.Forstwache und Feuerwehren werden eine weitere Kontrolle durchführen und den Geologen, die am Donnerstag wieder ihre Arbeit aufnehmen, genauestens Bericht erstatten.Sorge ums WetterSorgen bereitet hingegen weiterhin das Wetter: In den nächsten Tagen soll es bis auf 1.2000 Metern schneien, dann wiederum sollen die Temperaturen erneut ansteigen.„Konditionen, die einer Stabilisierung der Rutschung sicher nicht zuträglich sind“, heißt es in der Pressemitteilung am Mittwoch.