57.090 Südtiroler leben 2024 außerhalb Italiens und waren somit im Melderegister der im Ausland ansässigen italienischen Staatsbürger (A.I.R.E.) eingetragen. Mit 105 Anträgen je 1.000 Einwohner entspricht dies etwa zehn Prozent der Bevölkerung. <BR /><BR />Der Trend zeigt dabei klar nach oben: Jahr für Jahr entscheiden sich offenbar mehr Menschen, Südtirol hinter sich zu lassen und ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland zu verlagern. Seit 2014 ist die Anzahl der Eintragungen im A.I.R.E. um mehr als 50 Prozent gestiegen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1302129_image" /></div> <BR /><BR />Eine Aufschlüsselung auf Gemeindeebene zeigt eine besonders hohe Abwanderungsquote im oberen Vinschgau. Den Spitzenwert erreicht Taufers im Münstertal mit 456,4 Eintragungen je 1.000 Einwohner, beinahe jede zweite Person steht hier im A.I.R.E.-Register. Hohe Werte sind auch an Grenzgemeinden im Norden und Osten des Landes zu beobachten, etwa in Innichen oder am Brenner. Deutlich niedriger fallen sie in Altrei sowie in den Gadertaler Gemeinden aus.<BR /><BR />Die meisten Südtiroler bleiben in Europa, besonders im deutschsprachigen Raum. 39 Prozent ziehen nach Österreich, 23 Prozent nach Deutschland. 17 Prozent der Südtiroler im A.I.R.E. finden in der Schweiz eine neue Heimat. Auch bei der Altersstruktur zeigt sich ein klares Bild: Rund jeder Dritte gehört zur Altersklasse der 30- bis 49-Jährigen. Minderjährige erreichen fast 20 Prozent, 18- bis 29-Jährige immerhin 17 Prozent.