<BR />Dabei schickt Achammer voraus, dass auch im Koalitionsprogramm „keine Rede“ von Sprachförderklassen sei: „Im Gegenteil: Wir haben gemeinsam mit den Koalitionspartnern, also auch den Freiheitlichen, eine gruppenteilige Förderung festgelegt.“ Dass das der richtige Weg sei und nicht die Sprachförderklassen, zeige sich am Beispiel Österreich.<BR /><BR /> Dort habe man letztere nämlich de facto schnellstens wieder abgeschafft. „Sie bringen schlicht – und zwar evidenzbasiert – nicht die gewünschten Ergebnisse. Wovor Sprachwissenschaftler dort vor Einführung derselben gewarnt hatten, hat sich nun bestätigt“, so Achammer. <h3> „Qualität entsteht durch Integration“</h3>Auch aus der Bildungsdirektion heißt es dazu in einer Stellungnahme: „Die Forderung nach Deutschförder- oder Sonderklassen ignoriert internationale Evidenz: Studien zeigen, dass Separation Integration und Lernerfolg hemmt.“ Als Deutsche Bildungsdirektion setze man dagegen auf evidenzbasierte Strategien: inklusive Schule, durchgängige Sprachbildung und gezielte Förderung, denn: „Qualität entsteht durch Integration und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen.“<BR /><BR />In diesem Zusammenhang weist Achammer auch auf die Tatsache hin, dass solch segregierende Klassen in Italien schlicht verboten seien. „Wir haben ein vollständig inklusives Schulmodell gesetzlich festgelegt“, stellt er ein weiteres Mal klar. <h3> Bezug auf INVALSI genommen</h3>Direktion und Landesrat gehen auch auf die Ergebnisse der INVALSI-Lernstandserhebung ein: Sie zeigt deutlich, dass sprachliche Biografien und der sozioökonomische Hintergrund der Schüler deren Leistungen beeinflussen. „Das ist unbestritten“, so Achammer. <BR /><BR />Diese Tatsache spreche aber erst recht dagegen, all jene, die dieselben Defizite haben, in einer Klasse zusammenzustecken. Vielmehr müsse es nun darum gehen, dieser Bildungsarmut zu begegnen. „Wir brauchen Initiativen, denn es macht halt einfach einen Unterschied, ob ein Kind außerhalb der Schule gefördert wird oder ob es nicht gefördert wird bzw. nicht gefördert werden kann“ – egal, ob ob aufgrund sprachlicher, kultureller, familiärer oder sozialer Unterschiede. <BR /><BR />„Wir werden als Gesellschaft dort bei Migranten und Nicht-Migranten Geld ausgeben müssen, um flankierende Maßnahmen zu finanzieren“, stellt Achammer klar und kündigt gleichzeitig eine entsprechende Initiative an.<BR /><BR />Zudem weist die Bildungsdirektion darauf hin, dass gerade die aktuellen INVALSI-Ergebnisse deutlich belegten, dass Kinder und Jugendliche aus deutschsprachigen Familien in Bezug auf ihre Leistungen nicht „ausgebremst“ würden.