Montag, 14. Dezember 2020

Performance-Künstler Sven Sachsalber (33) ist tot

Der aus Laatsch (Gemeinde Mals) stammende Künstler Sven Sachsalber ist 33-jährig gestorben. Landesrat Philipp Achammer würdigt den Vinschger als „einen der talentiertesten jungen Südtiroler Künstler und einen angenehmen Menschen“.

Der Künstler Sven Sachsalber starb in Wien.
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Der Künstler Sven Sachsalber starb in Wien. - Foto: © lie
„Mit großer Trauer habe ich heute vom Tod von Sven Sachsalber erfahren“, sagt Landesrat Philipp Achammer und betont: „Mit Sven verlieren wir nicht nur einen der talentiertesten jungen Südtiroler Künstler, sondern vor allem einen angenehmen Menschen, der bescheiden und zurückhaltend, aber gleichzeitig ausdrucksstark war.“

Sachsalber war ein Suchender, nicht nur in seinem künstlerischen Schaffen. Mit ungewöhnlichen Aktionen wirbelte er die Kunstwelt auf. So auch mit der wortwörtlichen Suche einer 4 Zentimeter langen Nadel im Heuhaufen, die Sachsalber im Palais de Tokyo in Paris performte.

„Seine Kunst wird für immer weiterleben“

Damit erreichte Sachsalber einen hohen Bekanntheitsgrad und machte auch außerhalb der Kunst- und Kulturszene auf sich aufmerksam. 2019 wurde der gebürtige Laatscher, der auch in London und New York lebte und arbeitete, mit dem von den Ländern Südtirol und Tirol gestifteten Paul-Flora-Preis ausgezeichnet.



Zuvor war Sven Sachsalber bereits zum Beispiel in der Gemeinde Mals künstlerisch aktiv gewesen, unter anderem bei der Entwicklung einer Artothek-Idee und im Rahmen des Kulturvereins M10. Letzthin lebte er in Wien, wo er auch starb.

„Sven Sachsalbers künstlerische Interpretation von kulturellen und gesellschaftlichen Machtstrukturen ist stets alles andere als oberflächlich“, sagt Landesrat Achammer. „Das einzig Tröstliche ist, dass seine Kunst und sein Verständnis von Kunst für immer weiterleben werden.“

lpa/stol/lie

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