<b>von Flora Brugger</b><BR /><BR />Bei der Übung wurde ein Ausfall der Zubringerbahn simuliert. 350 Fahrgäste saßen in den Gondeln fest, und über 1250 Alm-Besucher hielten sich auf der Seiser Alm in Compatsch auf. Sie alle mussten evakuiert werden.<BR /><BR />Armin Tappeiner, der diensthabende Betriebsleiter der Seis-Seiser Alm Bahn AG, war der Notfallkoordinator und gab die Weisungen. Mit seinem Team überprüft er, ob die Bahn kurzfristig wieder in Betrieb gehen kann. Da angenommen wurde, dass dies nicht möglich ist, wurde die Rettung der Fahrgäste aus den Gondeln und die Evakuierung der Gäste mit Bussen ab Compatsch eingeleitet.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098054_image" /></div> <BR /><BR />17 Freiwillige Feuerwehren, 7 Bergrettungsstellen, das Weiße Kreuz und weitere Ordnungskräfte wurden umgehend informiert. Sie begaben sich zur Seiser Alm Bahn und wurden laut Notfallplan eingeteilt. Auch Bürgermeisterin Cristina Pallanch wurde verständigt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098057_image" /></div> <BR /><BR />Die Bergretter stiegen zu den Stützen auf und nutzten Seilfahrgeräte, um zu den Gondeln zu gelangen. 2 Abschnitte mit besonders langen Spannweiten flog der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin an und setzte je einen Bergretter auf den Gondeln ab. Sie öffneten die Kabinentüren, sicherten die Fahrgäste und seilten sie der Reihe nach ab. Unten angekommen übernahm die Freiwillige Feuerwehr die Betreuung und brachte sie zum Sammelplatz an der Talstation. Unter den „Geretteten“ waren auch 2 Rollstuhlfahrer. Mit einem speziellen Rettungsnetz wurden 2 Hunde auf sicheren Boden gebracht. <BR /><BR />Ein weiterer Schwerpunkt der Rettungsübung war die Evakuierung von 1250 Alm-Besuchern. Die Freiwilligen Feuerwehren Seis und Seiser Alm richteten ein vorbereitetes Personenleitsystem ein, um die geordnete Evakuierung vom Parkplatz in Compatsch zu gewährleisten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098060_image" /></div> <BR /><BR />Zugleich wurde ein örtliches Busunternehmen in den Einsatz eingebunden. Es stellte kurzfristig Busse bereit, in denen die Besucher ins Tal gebracht wurden. „In reellen Notfällen würden zusätzliche Busse aus dem öffentlichen Nahverkehr abgezogen, um den Bedarf abzudecken“, sagte Notfallkoordinator Tappeiner. <h3> Gutes Notfallkonzept</h3>„Die Übung hat gezeigt, dass unser Notfallkonzept auch an Betriebstagen mit großer Besucherzahl gut funktioniert.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098063_image" /></div> <BR /><BR />Alle beteiligten Einsatzkräfte haben ein hohes Maß an Professionalität bewiesen“, erklärte der Notfallkoordinator <Fett>Armin Tappeiner</Fett> (2. von rechts) nach der Übung. Landeshauptmann <Fett>Arno Kompatscher</Fett> (rechts), Südtirols oberster Zivilschutzverantwortliche, lobte die Einsatzbereitschaft und das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten: „Die Erkenntnisse helfen uns, nicht nur im Hinblick auf die Seiser Alm Bahn, sondern auch für ähnliche Situationen gut vorbereitet zu sein.“ <BR /><BR />Zufrieden war auch Bürgermeisterin <Fett>Cristina Pallanch</Fett> (links.): „Es ist beeindruckend, wie viele freiwillige Helfer im Notfall zu Hilfe eilen, und alle wissen, wie man es angeht“, sagte sie. Dies sei beruhigend. „Die Erkenntnisse aus dieser Übung werden in die weiteren Optimierungen unseres Sicherheitskonzepts einfließen“, erklärte der Geschäftsführer der Seiser Alm Bahn, <Fett>Helmut Sartori</Fett> (2. von links). Ein großer Dank gelte den Einsatzkräften, Organisationen und den vielen Freiwilligen, die diese Übung möglich gemacht haben.