<b>Von Johannes Vötter</b><BR /><BR />„NEXI: Eine Überweisung von 4.632,60 Euro steht an“: Derartige SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails sind derzeit auch hierzulande wieder im Umlauf. Darin geht es meist um eine hohe Abbuchung sowie die Aufforderung zum sofortigen Handeln. Genau das wollen die Betrüger: Stress, Angst und eine hektische Reaktion auslösen. <BR /><BR />Doch Vorsicht! Wer zurückruft oder auf Links in der jeweiligen Nachricht klickt, läuft Gefahr, einer typischen Phishing-Masche aufzusitzen. Im Hintergrund wird dann oft Malware auf Smartphone, Tablet & Co installiert, die Daten oder Geld abgreift. Cyberkriminelle nutzen hier mittlerweile den gesamten digitalen Alltag aus – nicht nur bei Kreditkarten. Diese fünf Betrugsmaschen kursieren derzeit laut Behörden und Verbraucherschützern besonders häufig.<h3> Der Kreditkarten-Schocker</h3>Die Nachricht klingt – wie eingangs erwähnt – äußerst alarmierend: Eine hohe Kartenzahlung sei bereits durchgeführt worden oder stehe kurz bevor. Um diese Transaktion zu stoppen, müsse sofort gehandelt werden – meist über eine Telefonnummer oder einen Link in der SMS. Besonders perfide: Die Mitteilungen wirken täuschend echt und erscheinen oft unter Namen wie z.B. „Nexi“ oder „NEXI“. <BR /><BR />Genau das soll Vertrauen schaffen. Wer anruft, landet dann aber nicht beim Kundendienst, sondern bei Cyberkriminellen, die Zugangsdaten oder persönliche Informationen abgreifen wollen. Dabei setzen sie gezielt auf Zeitdruck. Hohe Summen und dringende Formulierungen sollen verhindern, dass ihre Opfer die Nachricht in Ruhe prüfen. <BR /><BR />Wichtig: Banken oder Zahlungsdienste verlangen niemals in die<?TrVer> ser Form, externe Nummern anzurufen oder sensible Daten preiszugeben.<BR /><BR /><h3> Die falsche Mautforderung</h3>„Nicht bezahlte Mautgebühr“ oder „nicht registrierte Fahrt“: Mit solchen Nachrichten versuchen Betrüger, Autofahrer unter Druck zu setzen. Die Mitteilungen kommen per SMS oder WhatsApp und sehen wie Nachrichten von „Autostrade per l'Italia“ oder ähnlichen Diensten aus. Teilweise wird mit zusätzlichen Gebühren oder Strafen gedroht, falls diese (Fake-)Zahlung nicht sofort durchgeführt wird.<BR /><BR />Der beigefügte Link führt aber auf eine gefälschte Webseite, die Kreditkarten- und Kontodaten abfängt. Ähnliche Tricks tauchen inzwischen auch rund um beliebte digitale Bus-Ticketsysteme wie „Tap&Go“ auf.<BR /><BR />Auffällig sind meist ausländische Nummern, verkürzte Internetadressen und ein drängender Tonfall. Zahlungen sollten deshalb ausschließlich über die offizielle App oder die Anbieter-Webseite geprüft werden.<h3> Wenn die Polizei „stresst“</h3>Besonders einschüchternd sind E-Mails, die angeblich von Polizei, Carabinieri oder anderen Behörden stammen. Darin wird Empfängern vorgeworfen, illegale Webseiten besucht oder straf<?Uni SchriftWeite="97ru"> bare Inhalte angesehen zu haben.<?_Uni> Gleichzeitig wird eine schnelle Stellungnahme verlangt, sonst drohten Ermittlungen bzw. rechtliche Konsequenzen.<BR /><BR />Die Machart wirkt professionell; Logos, Briefköpfe und Namen von Beamten vermitteln Glaubwürdigkeit. Wer antwortet, erhält dann häufig kurz darauf die Aufforderung, Geld zu bezahlen, um das Verfahren „einzustellen“. Genau dann schnappt die Falle zu. Die Täter setzen bewusst auf Angst und Scham, damit Betroffene vorschnell reagieren. Wichtig: Die Behörden fordern niemals auf diese Weise Geldzahlungen oder sensible Daten ein!<BR /><BR /><h3> „Probleme“ bei der Buchung</h3>Insbesondere vor Reisebeginn geraten viele Menschen unter Stress; das nutzen dreiste „Phisher“ aus. So kursieren nun wieder Nachrichten, die angeblich von Reiseplattformen wie etwa von „Booking.com“ stammen. Darin heißt es, die Zahlung sei „nicht angekommen“ oder müsse erneut bestätigt werden.<BR /><BR />Tückisch ist hierbei: Die Täter kennen oft den tatsächlichen Bu<?TrVer> chungsbetrag, wodurch die Nachricht glaubwürdig wirkt. Anschließend wird dazu aufgefordert, den Betrag erneut zu überweisen – aber auf ein anderes Konto.<BR /><BR />Experten raten, niemals direkt auf Links in solchen Nachrichten zu klicken. Stattdessen sollte die Buchung ausschließlich über die offizielle Webseite oder App überprüft werden.<BR /><BR /><h3> Gesundheitskarte „blockiert“</h3>Auch Gesundheitsdienste werden immer wieder für Phishing-Angriffe missbraucht. So kursieren E-Mails, in denen angeblich Probleme mit der Gesundheitskarte gemeldet werden. Um die Karte weiter nutzen zu können, müsse man persönliche Daten bestätigen oder aktualisieren. Der enthaltene Link führt aber auf eine Fake-Webseite, die den offiziellen Portalen täuschend ähnlich sieht. Dort sollen Betroffene persönliche Informationen, Zugangsdaten oder sogar Bankdaten eingeben. Genau diese landen anschließend bei Kriminellen. Auch hier gilt: Öffentliche Stellen fordern sensible Daten nicht über Links in E-Mails an.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-75156357_listbox" />