Freitag, 10. September 2021

Action Day Frauenmarsch: „Südtirol wachrütteln“

Am 25. September findet auf dem Waltherplatz in Bozen der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ statt um ein Zeichen gegen Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt gegen Frauen zu setzen.

Der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“  findet statt um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen, Diskriminierung und Sexismus zu setzen.
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Der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ findet statt um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen, Diskriminierung und Sexismus zu setzen. - Foto: © APA / HANS KLAUS TECHT
Am Samstag, 25. September findet auf dem Waltherplatz in Bozen der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ statt. Mit einer performativen Kunstinstallation wird ab 10.30 Uhr ein sichtbares Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt gegen Frauen gesetzt.

Hier das Manifest.



Zur Initiative zusammengefunden haben sich zahlreiche Südtiroler Feministinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die nun dazu aufrufen, am „Action Day“ teilzunehmen, ihn mitzugestalten und die Forderungen nach einer gerechteren Gesellschaft für alle weiterzutragen.

Anlass für den Aktionstag geben die unzähligen bestehenden Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen in allen Lebensbereichen, die Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, die zunehmende Gewalt gegen Frauen, die alarmierend hohen Zahlen der in Frauenhäuser Schutzsuchenden und nicht zuletzt die immer länger werdende Liste jener Frauen, die Gewalt nicht überlebt haben. Die Pandemie hat bereits bestehende Ungleichheiten nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch verstärkt und zementiert. Dieser Tendenz gilt es nun entschieden gemeinsam entgegenzuwirken, schreiben die Organisatorinnen.




Der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ gibt daher die Gelegenheit, die Stimme zu erheben und sich entschlossen gegen alle Formen von Sexismus und Ungerechtigkeit aufzulehnen, denen Frauen in Südtirol tagtäglich begegnen. Diese Sexismen beginnen mit der Abwertung und Geringschätzung von Mädchen und Frauen und reichen vom Gender Gap bis hin zu den strukturellen Barrieren, die Frauen daran hindern, Führungspositionen zu übernehmen.

Wichtig zu betonen ist, dass sich der „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ einen inklusiven Ansatz hat und sich an alle Menschen in Südtirol richtet - unabhängig ihres Geschlechts, Alters, der politischen Einstellung, Herkunft oder der Religion. Denn es ist klar, dass Geschlechtergerechtigkeit die ganze Gesellschaft betrifft. Mehr Rechte für Frauen heißt nicht weniger Rechte für andere, schreiben die Organisatorinnen in einer Aussendung.

Aktionstag als erster Schritt hin zur Zukunft

Kernstück des „Action Day“ stellt die Installation „On Remembrance“ von Laura Volgger dar, die aus 50 weiß bemalten Stühlen besteht: Einige Stühle werden die Namen der Opfer von Femiziden in Südtirol tragen, andere werden mit Forderungen aus dem von den Organisatorinnen verfassten Manifest versehen.

Wieder andere können mit feministischen, also gesamtgesellschaftlichen Anliegen, Forderungen und Slogans der Teilnehmer des statischen Marsches vor Ort beschriftet werden. Dies gibt nicht nur die Möglichkeit, den feministischen Aktionstag am 25. September selbst aktiv mitzugestalten, sondern bietet auch die Chance, vielfältige Botschaften aus verschiedenen Lebensrealitäten zu sammeln, festzuhalten und ihnen dadurch Sichtbarkeit zu verleihen.

Mit dem Aufruf „Bring deinen eigenen Stuhl mit!“ soll die Installation auf dem Waltherplatz wachsen. Parallel dazu wird es zwischen 10:30 und 18 Uhr weitere Aktionen und Flashmobs von verschiedenen Frauenvereinen, -organisationen oder engagierten Einzelpersonen geben, die den Unmut und den Wunsch nach dringender Veränderung der Südtiroler Gesellschaft unterstreichen, schreiben die Organisatorinnen abschließend.

stol