Sonntag, 02. Dezember 2018

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Heute ist der erste Adventsonntag. Mit dem ersten von vier Adventssonntagen wird dem Einzug Jesu Christi in Jerusalem gedacht und die an Heiligabend endende Adventszeit beginnt. Zugleich beginnt mit der ersten Vesper des 1. Advents für die katholische Kirche nicht nur ein neues Kirchenjahr, sondern auch der Weihnachtsfestkreis, der sich bis zum Sonntag nach dem Dreikönigsfest (6. Jänner) erstreckt.

Die erste Kerze brennt.
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Die erste Kerze brennt. - Foto: © shutterstock

In der Westkirche umfasst die Adventszeit die vier Adventssonntage und dauert zwischen 22 und 28 Tage lang. Mit dem 1. Advent beginnt die Vorbereitung auf das Hochfest der Geburt des Herrn, also auf Weihnachten, denn das lateinisch „adventus“ bedeutet Ankunft.

Der 1. Advent fällt jedes Jahr auf den ersten Sonntag nach dem 26. November. Er ist kein gesetzlicher Feiertag, für die meisten Arbeitnehmer jedoch arbeitsfrei, da er stets auf einen Sonntag fällt. In einigen Städten werden einige Adventssonntage jedoch als verkaufsoffene Sonntage deklariert, um so das Kaufen von Weihnachtsgeschenken zu ermöglichen. Die Weihnachtsmärkte haben auch am 1. Advent geöffnet und laden zum Flanieren, Einkaufen sowie Glühweintrinken ein.

Licht der Welt

Traditionell wird am 1. Advent die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet, der mit seinem zunehmenden Licht in Form von vier Kerzen für jeden Adventssonntag, die Geburt Jesu andeutet. Dieser wird als Licht der Welt angesehen. Passend dazu existiert der Spruch: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.“ Ebenfalls wird meist am 1. Advent ein Türchen des Adventskalenders geöffnet, vorausgesetzt der Adventssonntag findet bereits im Dezember statt. Oft wird am 1. Advent mit dem weihnachtlichen Schmücken der Wohnräume begonnen.

Generell hat jeder der vier Adventssonntage ein eigenes liturgisches Gepräge. Beim 1. Advent handelt es sich um „Der kommende Herr“ (Matthäus 21,1–9). Papst Gregor legte etwa im Jahr 600 fest, dass vier die Sonntage vor Weihnachten besonders gewürdigt werden sollen. Die katholische Kirche veranstaltet am 1. Advent sogenannte Roratemesse, also frühmorgendliche Messen mit Kerzenlicht. 

Papst erbittet Hoffnung für Menschen im Krieg und Bekehrung

Der Papst hat beim Angelus-Gebet am Sonntag die Bedeutung des Advents hervorgehoben und dabei für Frieden in Syrien gebetet. Die Adventzeit ist im christlichen Verständnis die Vorbereitung auf Weihnachten mit der Geburt Christi. Der Papst bat um Frieden für das seit fast acht Jahren vom Krieg geplagte Syrien. In Gedanken bei den syrischen Kindern zündete der Papst eine Adventskerze an. Er schloss sich damit dem Appell des päpstlichen Hilfswerks Kirche in Not an.

„Möge die Flamme der Hoffnung diejenigen erreichen, die in Kriegsgebieten leben“, sagte der Papst und bat um ehrliche Anstrengungen für den Frieden. Gott möge jene, die Krieg führen und Waffen produzieren, bekehren, so der Heilige Vater.

apa/stol

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