<BR />Über die erschreckenden Vorfälle berichtet die italienische Tageszeitung „Alto Adige“: Sie sollen sich vor wenigen Monaten im Gesundheitssprengel Gries-Quirein in Bozen abgespielt haben – und zwar während einer Pause am Getränkeautomaten. „Sie kam direkt auf mich zu und packte mich an den Oberarmen“, zitiert der „Alto Adige“ das mutmaßliche Opfer. „Sie fluchte, war außer sich. Sie stieß mich heftig gegen den Kaffeeautomaten.“ Laut Gericht gab es im Vorfeld keinerlei Provokation, im Nachhinein habe die Beschuldigte weder Einsicht gezeigt noch sich entschuldigt.<BR /><BR />Prellungen und ein Bluterguss an Handgelenk und Rücken sollen die Folge des Angriffs gewesen sein, weshalb die Pflegekraft für fünf Tage krankgeschrieben wurde. Wie der „Alto Adige“ berichtet, fand die Auseinandersetzung vor weiteren Kolleginnen und Kollegen statt. So erzählt eine andere Pflegerin: „Wir unterhielten uns gerade mit der betroffenen Kollegin, als die Ärztin herbeigelaufen kam und sich plötzlich mit einer Wucht auf sie stürzte.“<BR /><BR />„Lassen Sie mich los“, soll das mutmaßliche Opfer laut Zeugin der Ärztin entgegnet haben. Auch Patienten, die auf eine Untersuchung warteten, seien anwesend gewesen. „Als die Ärztin sich entfernte, um in ihre Ambulanz zurückzukehren, hörte ich sie sagen: ‚Ich habe nur Spaß gemacht‘. Aber ich kann versichern, dass es sich keineswegs um einen Scherz handelte“, so die Zeugin abschließend.<BR /><BR />Dies soll nicht die einzige Aussage gewesen sein, die die Schuld der Ärztin beteuert. Nicht ohne Grund hat der Gesundheitsdienst also ein Disziplinarverfahren eingeleitet, nachdem das mutmaßliche Opfer Anzeige erstattet hatte. Die Entscheidung: Die beschuldigte Ärztin wird für einen Monat suspendiert. Laut „Alto Adige“ wurde diese Maßnahme nun auch vom Arbeitsgericht bestätigt. <BR /><BR />Die Gründe für den Angriff bleiben unbekannt. Das mutmaßliche Opfer berichtete, dass es zuvor keine Streitigkeiten gegeben habe, dass die Ärztin an diesem Tag jedoch „sehr nervös“ gewesen sei. Nun arbeiten die beiden jedenfalls nicht mehr zusammen. Zudem wird der beschuldigten Ärztin ein Monatsgehalt abgezogen und auch die Prozesskosten muss sie tragen.