Bei den Affenpocken Mpox handelt es sich um ein Pockenvirus (Monkeypox-Virus, MPXV), das dem menschlichen Pockenvirus ähnelt. Der erste Fall einer Übertragung auf den Menschen wurde im Jahr 1970 gemeldet. <BR /><BR />Vor allem heuer ist es aber zu einer rasanten Ausbreitung des Virus auf dem afrikanischen Kontinent gekommen: Die Zahl, der in diesem Jahr bisher gemeldeten Fälle hat bereits die Gesamtzahl des letzten Jahres mit über 14.000 Fällen und 524 Todesfällen übertroffen.<h3> Die Symptome</h3>Zu den Symptomen gehören Fieber, Kopf-, Muskel-, Rücken- und Lymphknotenschmerzen, später treten Hautpusteln im Gesicht auf, die sich über den ganzen Körper ausbreiten. Die Krankheit ist als „Affenpocken“ bekannt, wird aber wissenschaftlich als „Mpox“ bezeichnet, auch um das Stigma dieser Definition zu vermeiden.<h3> Wie wird die Krankheit übertragen?</h3>Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Atemtropfen, Speichel, Genitalsekreten, Hautläsionen. Die größte Verbreitung scheint beim Geschlechtsverkehr zwischen Männern zu erfolgen.<h3> Die Diagnose</h3>Die Diagnose der Affenpocken beim Menschen ist in erster Linie klinisch, das heißt, sie basiert auf der Beurteilung der Symptome. Die Diagnose muss durch andere Tests bestätigt werden, etwa durch den Nachweis virusspezifischer DNA mittels C-reaktivem Protein (Pcr). <BR /><BR />Das klinische Bild von MPXV beim Menschen beginnt - nach einer Inkubationszeit von 7 bis 17 Tagen - mit Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie Lymphschwellungen, gefolgt von diffusen Hautausschlägen am ganzen Körper, die typischerweise zentrifugal beginnen und sich in verschiedenen Stadien entwickeln: makulös, papulös, vesikulär und pustulös. Eine zweite Fieberphase tritt auf, wenn der Ausschlag pustulös wird, und ist häufig mit einer Verschlechterung des Zustands des Patienten verbunden.<BR /><h3> Die Impfung</h3>Die Impfung gegen menschliche Pocken bietet einen gewissen Schutz – Komplikationen bei Ungeimpften (74 Prozent) treten häufiger auf, als bei Geimpften (39,5 Prozent). Zu den seltenen Komplikationen gehören Bronchopneumonie, Schock infolge von Durchfall und Erbrechen, Hornhautvernarbung, die zu dauerhafter Erblindung führen kann, Enzephalitis, insbesondere bei Patienten mit bakterieller Sekundärinfektion, und Septikämie mit Vernarbung der Haut als Langzeitfolge.<h3> Erster Fall der neuen Mpox-Variante außerhalb Afrikas</h3>In Schweden gibt es nun den ersten bestätigten Mpox-Fall der neuen Variante Klade I außerhalb des afrikanischen Kontinents. Der Fall wurde in der Region Stockholm festgestellt. Die infizierte Person hat sich zuvor in Afrika aufgehalten.<BR /><h3> Fälle in Italien</h3>Die derzeit in Italien beschriebenen Fälle waren nicht schwerwiegend, erforderten aber eine klinische Überwachung. In den letzten 2 Monaten gab es in Italien laut dem jüngsten Bulletin des Gesundheitsministeriums 9 neue Fälle: 2 in Friaul-Julisch Venetien, einen in der Lombardei und 6 in Venetien.<BR /><BR />Seit Mai 2022, als der erste Infektionsfall in Italien festgestellt wurde, 1056 Fälle bestätigt, von denen 262 mit Reisen ins Ausland in Verbindung gebracht wurden. Fast die Hälfte der Fälle (441) wurde in der Lombardei registriert. Es folgten Latium (169) und Emilia Romagna (97). Wie im Rest der Welt betraf die überwiegende Mehrheit der Infektionen (1040) Männer. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren mit einer Spanne von 14 bis 71 Jahren.