Außerdem erklärt er, ob diese hochansteckende Viruserkrankung auch für den Menschen gefährlich werden kann. <BR /><BR /><BR />Der erste Fund in Norditalien geht auf den 6. Jänner zurück. Das gesamtstaatliche Referenzzentrum für Schweinepest (Cerep) bestätigte bald, dass das bei Ovada im Piemont aufgefundene, verendete Wildschwein mit Afrikanischer Schweinepest infiziert war. In der Folge wurden weitere infizierte Kadaver in der Provinz Alessandria gefunden. Das Risikogebiet bzw. die Sperr- und Überwachungszone umfasst derzeit 78 Gemeinden im Piemont und 36 weitere in Ligurien. Dramatisch ist die Lage auch in Polen: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mindestens 3100 Fälle bei Wildschweinen gemeldet.<BR /><BR />„Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung, und wie bei jeder Seuche gibt es eine hohe Mortalitätsrate“, sagt der Präsident der Südtiroler Tierärztekammer, Franz Hintner. Zugleich gibt er für Südtirol aber Entwarnung: „Hierzulande gab es diese Krankheit noch nie. Auch ziehen nur ab und zu Wildschweine durchs Land, und verendete Tiere wurden bisher nicht gefunden.“ <BR /><BR />Und was Hausschweine angeht: „Südtirol ist kein großes Schweineland, die Tiere werden in kleinen Betrieben gehalten, meistens nur für die eigene Mast bzw. die Direktvermarktung.“ Zusätzlich herrsche in Südtirol eine strenge tierärztliche Kontrolle, und es würden auch entsprechende Präventionsmaßnahmen getroffen. „Von verendeten Tieren werden regelmäßig Proben eingeschickt und untersucht“, weiß Hintner. <BR /><BR />Auch würde Südtirol die Schweineschlegel, die hierzulande zu Speck und Wurst weiter verarbeitet werden, vornehmlich aus Holland, Dänemark, Deutschland, Frankreich und teilweise auch aus Österreich beziehen. <BR /><BR />Auf den Menschen habe die Afrikanische Schweinepest jedenfalls keine Auswirkungen. Der Mensch sei nur der Vektor, mit anderen Worten, er kann das Virus übertragen, über infiziertes Fleisch, Blut oder über Kleidung und Gerätschaften (siehe Factbox unten). Obwohl noch unklar ist, wie das Virus jetzt nach Norditalien gelangt ist, dürfte Verschleppung durch den Menschen wohl das Wahrscheinlichste sein. <BR /><BR />Obwohl Südtirol also von der Krankheit nicht betroffen ist, könnte es sehr wohl auf wirtschaftlicher Ebene unter der Afrikanischen Schweinepest zu leiden haben. Im Speziellen betrifft das natürlich die Wurst- und Speckproduktion und den Verkauf dieser Qualitätsprodukte. „Unabhängig davon, aus welcher Gegend sie kommen, haben einige Länder vor allem im asiatischen Raum wie China, Japan, Taiwan und Nordkorea eine totale Sperre für Schweinefleischprodukte aus Italien verhängt“, sagt Hintner. Andere Länder hingegen beschränken das Importverbot auf Regionen, in denen die Krankheit aufgetreten ist. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-52402051_listbox" />